So, 22. April 2018

Der "Kaiser" kalmiert

02.05.2012 16:11

Franz Beckenbauer outet sich als Arjen-Robben-Fan

Bayern-Star Arjen Robben wird seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister trotz des Streits mit Franck Ribery und der erneuten Egoismus-Debatte wohl doch verlängern. "Ich garantiere, dass uns kein Star verlässt", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und fügte mit Blick auf Robben an: "Der Vertrag ist so gut wie unterschrieben. Arjen wird noch lange beim FC Bayern bleiben." Und dies überraschend sogar mit dem Segen Franz Beckenbauers, der sagte: "Ich bin Robben-Fan."

"Der FC Bayern braucht Arjen Robben", sagte der "Kaiser", nachdem er den Niederländer zuletzt einige Male kritisiert hatte - vor allem wegen dessen verschossenen Elfmeters in Dortmund (0:1). "Ich weiß auch, dass Robben sauer ist auf mich wegen meiner Kritik. Das ändert nichts an meiner positiven Meinung über ihn. Ich bin Robben-Fan."

Solange der FC Bayern mit Flügelzange spiele, führte Beckenbauer weiter aus, "ist Robben auf rechts so unverzichtbar wie Ribery auf links. Unser ganzer Spielstil ist auf die beiden zugeschnitten. Robben lebt von seinen spektakulären Einzelaktionen und hat in der vergangenen Saison viele entscheidende Tore geschossen. Und auch in Madrid mit dem verwandelten Elfmeter erst den Finaleinzug möglich gemacht." Der 28 Jahre alte Niederländer wissse deshalb, "was er am FC Bayern hat. Deshalb glaube ich, dass er letztlich verlängern wird. Weil es für beide Seiten das Beste ist", sagte Beckenbauer.

Robben lässt die Bayern warten
Der Vertrag von Robben läuft derzeit noch bis 2013. Eine vorzeitige Verlängerung bis 2015 schien nur noch Formsache. "Ich weiß nur, dass er kurz vor der Unterschrift stand und dass jetzt etwas verschoben wurde", bestätigte Präsident Uli Hoeneß. Diese Verzögerung steht vor allem im Zusammenhang mit dem Veilchen, das Ribery seinem Kollegen Robben in der Pause des Halbfinal-Hinspiels der Champions League gegen Real Madrid verpasst hatte. "Franck weiß, dass er nicht machen kann, was er gemacht hat", sagte Robben. Es seien in letzter Zeit "sehr viele Dinge passiert", Dinge, "die nicht positiv, die nicht schön sind. Du musst genau überlegen, wenn du eine Entscheidung triffst."

Doch trotz der jüngsten Irritationen wollen die Bayern weiter an Robben festhalten. "Wir werden aus dieser Mannschaft sicher keinen Leistungsträger verkaufen. Weder finanziell noch sportlich gibt es für unsere Spieler da irgendeinen Anreiz", betonte Rummenigge. Noch vor dem Champions-League-Finale am 19. Mai soll die Angelegenheit geklärt werden.

Geht es nach Ribery, benötigt der FC Bayern künftig sogar "noch mehr Qualität". Er wolle zwar keine neuen Stars fordern, aber in anderen europäischen Topklubs "spielen nicht nur elf, zwölf oder 13 super Spieler, sondern 19, 20. Diese Qualität, diese Tiefe im Kader müssen wir auch erreichen."

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