Di, 23. Jänner 2018

USB in Unterhose

01.05.2012 18:35

Berlin: Terror-Pläne bei Wiener Islamist entdeckt

Nach Mohamed M. (siehe Infobox) sorgt nun ein weiterer Islamist aus Wien für Aufregung in Deutschland. Trainiert in einem Terror-Camp an der afghanisch-pakistanischen Grenze, kehrte Maqsood L. (Bild) wieder nach Europa zurück. Sein Auftrag: Rekrutierung für Al Kaida. Doch der 22-Jährige wurde in Berlin verhaftet - mit einem USB-Stick in seiner Unterhose, der schockierende Dateien preisgab.

Er träumte vom "Heiligen Krieg", bewunderte Selbstmordattentäter, chattete in islamistischen Internetforen - bis sich der Wiener 2010 in einem Terror-Camp ausbilden ließ. Monate später kehrte er - beauftragt vom Al-Kaida-Operationschef Sheikh Younis el Mauretani - zurück: Der 22-Jährige sollte neue Rekruten für den Aufbau eines europaweiten Al-Kaida-Netzwerkes anwerben. Doch im Mai 2011 ging Maqsood L. dem deutschen Verfassungsschutz ins Netz, seit Jänner 2012 sitzt er nun - gemeinsam mit einem beinahe zeitgleich in Wien verhafteten Komplizen - in Berlin vor Gericht.

Wegen "der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung" - so die Anklageschrift. Und im Zuge des Prozesses kommen nun immer mehr Details ans Licht: Bei seiner Verhaftung hatte der Wiener einen USB-Stick mit gespeicherten Geheim-Dateien in seiner Unterhose versteckt. Monatelang arbeiteten Experten an der Entschlüsselung - mit Erfolg: Neben einem Terroristen-Handbuch in PDF-Format waren unzählige Anschlagspläne und -orte darauf zu finden.

Kreuzfahrtschiffe im Visier der Al-Kaida
Demnach soll sich Al-Kaida die dreitägige Anschlagsserie 2008 in Mumbai auf Hotels, Lokale und den Bahnhof zum Vorbild genommen haben, um Europa zu terrorisieren. Laut entschlüsselter Dateien ebenfalls im Visier der Al Kaida: Kreuzfahrtschiffe. Die Behörden erklären, dass der USB-Stick des Wieners zu einer der wichtigsten Sicherstellungen seit Jahren im Kampf gegen die Terror-Zelle gehöre.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden