Mo, 11. Dezember 2017

Schiff gesunken

01.05.2012 08:26

Indien: Mehr als 200 Tote und Vermisste bei Fährunglück

Im Nordosten Indiens ist am Montag auf dem Fluss Brahmaputra (Bild) eine Fähre mit rund 350 Menschen an Bord gesunken. Mittlerweile hätten Rettungskräfte gemeinsam mit Dorfbewohnern 105 Leichen geborgen, teilte der zuständige Polizeichef mit. Rund hundert Menschen gelten noch als vermisst. Für sie gab es einen Tag nach dem Unglück kaum noch Überlebenschancen. Sturm und heftiger Regen erschwerten die Arbeit der Rettungskräfte.

Das Schiff war unterwegs vom Bezirk Dhubri zum Bezirk Fakirganjan auf der gegenüberliegenden Uferseite. Bei stürmischem Wetter zerbrach die überfüllte Doppeldeckerfähre mitten auf dem reißenden Strom im Bundesstaat Assam in zwei Teile, teilte die Polizei mit. Rund 150 Passagiere hätten laut Polizei an Land schwimmen können oder seien gerettet worden.

Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur AFP, er habe gesehen, wie nach dem Unglück Passagiere von dem Strom fortgerissen wurden, da die Strömung sehr stark gewesen sei. Unter den Passagieren waren auch zahlreiche Frauen und Kinder. Das Schiff war nicht mit Rettungsringen ausgerüstet.

Wetter behindert Rettungsarbeiten
Bis Montagabend Ortszeit trafen nach Angaben des Regierungschefs von Assam, Tarun Gogoi, bereits Soldaten und Grenzbeamte mit Booten ein. Das schlechte Wetter behinderte jedoch ihren Einsatz. Durch das Unwetter in der Region stürzten zahlreiche Bäume um. Dadurch waren auch einige zum Unglücksort führende Straßen unpassierbar.

Indiens Premierminister Manmohan Singh äußerte sich "bestürzt" über die "Tragödie", sagte Assam die volle Unterstützung der Bundesregierung zu und versprach finanzielle Hilfen für die Angehörigen der Opfer.

Das Unglück dürfte angesichts der zu erwartenden höheren Opferzahl eines der schwersten in der jüngeren Geschichte Südasiens sein. Im Oktober 2010 waren mindestens 79 muslimische Pilger ertrunken, die mit einer überfüllten Fähre im indischen Bundesstaat Westbengalen sanken. In Bangladesch starben im März 138 Passagiere einer ebenfalls überfüllten Fähre.

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