Sa, 16. Dezember 2017

16 Profis kündigten

30.04.2012 11:04

Portugal: Schulden-Klub tritt mit nur acht Spielern an

Der hoch verschuldete Erstliga-Klub Uniao Leiria ist in Portugal zum Punktspiel gegen den CD Feirense mit nur acht Fußballern angetreten. Die paar Hundert Fans des Tabellenletzten verabschiedeten die Heim-Spieler am Sonntag trotz eines 0:4 mit Beifall. 16 Profis hatten am Freitag ihre Verträge gekündigt, weil der Klub mit den Gehaltszahlungen vier Monate im Rückstand ist.

"Eine Schande für unseren Fußball", klagte ein TV-Kommentator empört. Fünf der acht Spieler, die am Sonntag für Leiria im Stadion Marinha Grande aufliefen, sind ausgeliehen und bekommen ihr Geld deshalb von anderen Klubs.

0:0 bis zur 45. Minute
Die Hausherren leisteten bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte bravourös Widerstand, bevor Miguel Pedro das erste Tor schoss. Danach wurde der junge slowenische Heimtorwart Jan Oblak (19) noch von Pedro Queirós (51.), Miguel Pedro (58.) und Buval (89.) bezwungen.

Liga-Aufstockung könnte Klassenerhalt sichern
Nach der Pleite vom 28. Spieltag ist Leiria - das 2007/08 am UEFA-Pokal teilnahm - zwei Runden vor Schluss mit 19 Punkten abgestiegen. Doch die Profiliga LPFP erwägt eine Aufstockung der ersten Liga von 16 auf 18 Vereine in der nächsten Saison. In dem Fall könnten die zwei vorgesehenen Absteiger doch in der Liga bleiben. Der scheidende Uniao-Vorstandsvorsitzende Joao Bartolomeu und Profiliga-Chef Mario Figueiredo kündigten gerichtliche Schritte gegen die 16 ausgetretenen Profis an.

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