Do, 14. Dezember 2017

2 bewaffnete Räuber

27.04.2012 15:22

Geschäftsmann in Salzburg im eigenen Haus überfallen

Bei einem Einbruch in ein Privathaus im Salzburger Stadtteil Liefering haben Freitag früh zwei maskierte Männer rund 30.000 Euro erbeutet. Die Täter, die Strickhauben mit Augenschlitzen trugen, bedrohten den Eigentümer des Hauses mit einer Pistole und einem Messer und forderten die Herausgabe von Geld.

Kurz vor 8 Uhr brach das Duo in der Nähe der Christian-Doppler-Klinik die Terrassentüre des Hauses mit einem Brecheisen auf und drang in das Gebäude ein, sagte Polizeisprecher Roland Loipold. Als einer der Täter dem Geschäftsmann die Schusswaffe an die Schläfe setzte, entfachte sich ein Handgemenge, bei dem der 53-Jährige dem Räuber die Strickmaske herunterriss.

Danach richtete der Täter erneut die Pistole auf den Wohnungsinhaber. "Er forderte Geld und Schmuck", sagte der Leiter des Landeskriminalamtes Salzburg, Albert Struber. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, zückte der zweite Täter ein rund 30 Zentimeter langes Stahlmesser und bedrohte damit eine ebenfalls anwesende 25-jährige Bekannte. Der Geschäftsmann, der im Rotlichtmilieu tätig ist, übergab den beiden Männern die Geldscheine. Schmuck und andere Gegenstände erbeuteten sie offenbar nicht.

Das Geld lag - entgegen ersten Informationen - nicht in einem Tresor, sondern gebündelt auf einer Kommode, wie Struber am Nachmittag nach der Einvernahme der Opfer erklärte. Die beiden Opfer hätten "relativ gefasst" gewirkt.

Überfall von Kamera aufgezeichnet
Der Überfall spielte sich in einem Wohnraum ab und wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Auch im Eingangsbereich befand sich eine Kamera. Bei Überprüfung der Bilder stellte sich heraus, dass die beiden Räuber bereits gegen 4 Uhr vor dem Haus waren und den Tatort ausspioniert hatten.

Die Aufnahmen zeigen zwei vermummte Personen. "Sie dürften zu dieser Zeit den Einbruch vorbereitet haben. Vielleicht gibt es Zeugen, die etwas beobachtet haben. Möglicherweise hat jemand gesehen, wie sie aus dem Auto gestiegen sind. Wir sind für jeden Hinweis dankbar", sagte Struber.

Irokesen-Haarschnitt als auffälliges Merkmal
Das Duo entkam nach dem Überfall - möglicherweise in Richtung Europark. Die Ermittler fanden im Nachbargarten das bei dem Einbruch verwendete Brecheisen und Messer. Es sei davon auszugehen, dass sie die Flucht in einem Auto fortsetzten, sagte Struber. Die Polizei leitete sofort eine Alarmfahndung für die Stadt Salzburg und die Umgebung ein, die aber ohne Erfolg blieb. Zwar wurden bereits verdächtige Personen angehalten, es kam auch zu Gegenüberstellungen. Bisher hat sich aber kein Verdacht erhärtet.

Die Räuber haben mit ausländischem Akzent gesprochen. Ein Täter ist etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß, er war mit einer schwarzen kurzen Weste und darunter einem schwarzen Pullover, Bluejeans und braunen Schuhen bekleidet und trug weiße Handschuhe und eine schwarze Haube. Sein Komplize hat dunkles Haar und trug einen Irokesenschnitt mit seitlicher Glatze. Bekleidet war der zweite Täter mit einer dunkelgrünen, ärmellosen Jacke und mit hellen Schuhen.

Hinweise an das Landeskriminalamt Salzburg unter der Telefonnummer 059133/503333 werden vertraulich behandelt.

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