Mo, 20. November 2017

In Schacht gestürzt

27.04.2012 08:54

Bulldogge „Bruno“ hatte Schutzengel auf vier Pfoten

Rührendes Happy End für einen todtraurigen Hund in Helfenberg in Oberösterreich: Auf der Suche nach seinem verstorbenen Frauerl riss die Bulldogge "Bruno" (Bild links) aus, verirrte sich in einen Gutshof, fiel in einen drei Meter tiefen Schacht und saß sechs Tage lang fest - bis ihn ein Schutzengel auf vier Pfoten fand: der Schäferhund "Isegrimm", liebevoll "Grimmeli" (Bild rechts) genannt.

Am 19. Jänner starb Brunos Besitzerin, auf den Tag genau drei Monate später hätte sie ihren Geburtstag gehabt – und genau an diesem Tag verschwand plötzlich ihr immer so sehr geliebter Vierbeiner. "Als hätte sich die Hedi den Hund geholt", so Hannelore Rügen, Obfrau des Linzer Tierschutzvereins, als sie von Brunos rätselhaftem Verschwinden erfuhr.

"Sicher, dass er sein Frauchen suchen wollte"
Sofort setzte sie alle Hebel in Bewegung, damit das Tier gesucht und gefunden wird - vergeblich. Vom vermissten Vierbeiner gab es keine Spur und keinerlei Hinweise, er blieb wie vom Erdboden verschluckt. Rügen dazu: "Wir sind ganz sicher, dass er sein Frauchen, die Hedi, so vermisst hat und sie suchen wollte."

Mit jedem Tag, der verstrich, schwand natürlich die Hoffnung auf ein glückliches Ende immer mehr – bis eine Nachbarin mit ihrem Weißen Schweizer Schäferhund Grimmeli am Mittwoch auf ihrer gewohnten Runde Gassi ging und sie der Hund mit aller Macht zu einem leer stehenden Gutshof zog - bis hin zu dem Schacht, auf dessen Boden in drei Metern Tiefe Bruno hilflos festsaß.

Sturz in Schacht unverletzt überstanden
Zum vierbeinigen Retter gesellte sich kurze Zeit später auch noch ein menschlicher: Ein älterer Herr aus der Nachbarschaft kam mit einer Leiter angelaufen, kletterte hinunter und holte den hilflos im Loch sitzenden Hund zurück ans Tageslicht. Dabei nahm er auch das Risiko in Kauf, dass ihn das verängstigte und möglicherweise verletzte, aber auf jeden Fall ausgehungerte Tier beißen könnte.

Nach der Untersuchung konnte ein Tierarzt Entwarnung geben: Bruno hatte die Zeit im Schacht bestens überstanden. Ein wunderbares Happy End, dem nur noch eine Kleinigkeit fehlt: Der Linzer Tierschutzverein sucht nun ein neues, gutes Einzelplatzerl für den quicklebendigen und so treuen Bruno.

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