Di, 12. Dezember 2017

"Wird zu teuer"

24.04.2012 09:38

Kalifornien stimmt über Abschaffung der Todesstrafe ab

Im US-Bundesstaat Kalifornien wird im November über die Abschaffung der Todesstrafe abgestimmt. Es seien genug Unterschriften für ein Referendum gesammelt worden, erklärte die kalifornische Innenministerin Debra Bowen am Montag in Los Angeles. Das Referendum soll am 6. November parallel zur US-Präsidentschaftswahl stattfinden.

Der zur Abstimmung stehende Text sieht vor, dass es statt der Todesstrafe in Kalifornien als Höchststrafe künftig "lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung" geben soll. Stimmen die Wähler der Vorlage zu, wäre Kalifornien der 18. US-Bundesstaat, der die Todesstrafe abschafft.

"100 Millionen Dollar jährlich sparen"
Auf der Website der Organisation "SAFE California", die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt, heißt es, dass besonders die enormen Kosten ein Ende der Hinrichtungen rechtfertigen würden.

Seit 1976 wurden in dem Bundesstaat an der Westküste 13 Hinrichtungen vollzogen, dafür habe Kalifornien rund vier Milliarden Dollar lockergemacht, behauptet die Organisation auf ihrer Website. Würde man die Todesstrafe nun abschaffen, könne man künftig "jedes Jahr rund 100 Millionen Dollar" an Steuergeld einsparen.

Derzeit 723 Todeskandidaten
Da die Entscheidung rückwirkend gelten soll, wären von ihr auch die 723 zum Tode verurteilten Häftlinge betroffen, die derzeit in kalifornischen Gefängnissen auf ihre Hinrichtung warten. Ihre Todesstrafe würde in die neue Höchststrafe umgewandelt werden.

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