Di, 12. Dezember 2017

Leiche in Tasche

23.04.2012 19:38

Rätselhafter Tod eines MI6-Agenten wird untersucht

Vielleicht war es der perfekte Mord: Ein britischer Geheimagent starb vor zwei Jahren in seiner Wohnung in London, er wurde in einer verschlossenen Sporttasche tot aufgefunden. Über die Umstände seines Todes tappen die Ermittler auch heute noch völlig im Dunkeln. Am Montag startete auf Druck der Eltern des damals 31-Jährigen in London eine unabhängige Untersuchung des Falles. Richterin Fiona Wilcox versprach eine umfassende und neutrale Untersuchung der mysteriösen Angelegenheit.

Die Tasche mit der nackten Leiche des begeisterten Rennradfahrers war im August 2010 im Badezimmer der Wohnung entdeckt worden. Sie war mit einem Vorhängeschloss verschlossen. Die Ermittler konnten die Todesursache nicht klären - die Leiche wies weder Schuss- noch Stichwunden oder Würgemale auf, auch eine Vergiftung konnten Gerichtsmediziner nicht nachweisen.

Utensilien für Fesselspiele gefunden
Weil in der Wohnung Utensilien für Fesselspiele gefunden wurden, hielten die Ermittler einen Unfall für nicht völlig ausgeschlossen. Eine Polizistin fand in einem Versuch heraus, dass es zumindest theoretisch möglich gewesen wäre, dass der Mann auf der Suche nach sexueller Erfüllung selbst oder mit fremder Hilfe in die Tasche kletterte. Die Familie des Mannes hat sich allerdings stets dagegen verwahrt, den Toten in die Nähe der Schwulenszene zu rücken.

Scotland Yard hält auch für denkbar, dass der 31-Jährige einem Komplott zum Opfer fiel und die bizarre Situation zur Täuschung der Ermittler herbeigeführt wurde. Der Agent war beim britischen Auslandsgeheimdienst für die Entschlüsselung von Codes zuständig und hatte regelmäßig auch Kontakt zu US-Geheimdiensten.

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