Do, 23. November 2017

Tiere waren „unnütz“

23.04.2012 10:38

Kanadier für Morde an Schlittenhunden angeklagt

In Kanada muss sich ein Mann wegen der Tötung Dutzender Schlittenhunde vor Gericht verantworten. Dem Manager eines Schlittentour-Anbieters im Skiort Whistler nahe Vancouver wird vorgeworfen, den Tieren "unnötige Schmerzen oder Leiden" zugefügt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft der Provinz British Columbia am Freitag mit. Der Mann soll nach dem Ende der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver mehr als 50 Huskys mit einem Gewehr und einem Messer getötet haben.

Die Hunde (Symbolbild) waren nach dem Einbruch des Geschäfts mit den Schlittentouren nicht mehr benötigt worden. Die Massentötung hatte Empörung und Proteste ausgelöst. Infolge des Vorfalls wurden in der Provinz inzwischen Regeln für den Schutz kommerziell genutzter Hunde eingeführt. Das Massaker war an die Öffentlichkeit gekommen, da ein Anwalt im Internet damit geworben hatte, dass der betroffene Manager dank seiner Hilfe eine Entschädigung für posttraumatischen Stress infolge des Massakers erhalten habe.

Es ist der zweite Skandal innerhalb kurzer Zeit, der die Schlittenhundeszene erschüttert. Im März dieses Jahres verbreitete sich ein YouTube-Clip, welcher den italienischen Musher Claudio De Ferrari dabei zeigt, wie er seine Hunde zum Wettkampf zwingt (siehe Infobox). Die Tiere waren bei der Europameisterschaft 2012 im Schweizer Gryon erschöpft zusammengebrochen, der Hundeführer brachte die Vierbeiner gewaltsam dazu, das Rennen zu beenden. Verschiedene Schlittenhundesportverbände sperrten den Musher wegen der Videobeweise.

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