Do, 14. Dezember 2017

Keine Hoffnung mehr

21.04.2012 09:18

Flugzeugabsturz in Pakistan: Alle 127 Insassen tot

Keine Hoffnung mehr auf Überlebene gibt es nach dem Crash eines Passagierflugzeugs in Pakistan. Laut Behörden sind alle 127 Insassen an Bord ums Leben gekommen. "Niemand hat überlebt. Es gab keine Möglichkeit zu überleben bei diesem Absturz", sagte der Luftfahrtbeamte Junaid Khan am Samstag. Die Maschine war am Freitag nahe des Flughafens der Hauptstadt Islamabad abgestürzt. Ersten Erkenntnissen zufolge war das schlechte Wetter für den Crash verantwortlich.

Die Boeing 737 der pakistanischen Fluggesellschaft Bhoja Air war auf dem Flug von der Küstenmetropole Karachi kurz vor der Landung in Islamabad während eines Gewitters auf dem Boden aufgeprallt und in Flammen aufgegangen. Wrackteile der Maschine seien nahe des Dorfs Hussain Abad über einen Radius von zwei Kilometern verstreut, sagte der Leiter der Bergungsarbeiten.

Vergebliche Suche nach Überlebenden
Während der Nacht hatten Rettungskräfte unterstützt von Soldaten und Bewohnern des Dorfes nach Überlebenden gesucht. An Bord der Maschine waren 121 Passagiere, darunter elf Kinder, sowie sechs Besatzungsmitglieder. Hoffnung auf Überlebende gebe es am Samstag jedoch nicht mehr. Es seien mehr als hundert Leichen hereingebracht worden, sagte Waseem Khawaja vom größten Krankenhaus in Islamabad. Trotz des Feuers seien die meisten Leichen nicht verbrannt und 73 Opfer seien bereits identifiziert worden.

Ob Bewohner des Dorfes bei dem Absturz der Maschine ums Leben kamen, war weiter unklar. Eine Sprecherin des Rettungsdienstes hatte am Absturzort berichtet, es habe auch unter den Dorfbewohnern Opfer gegeben. Sie schätze, dass die Überreste von insgesamt etwa 150 Menschen dort lägen.

Unglücksflugzeug war 28 Jahre alt
Die abgestürzte Boeing 737-200 war 28 Jahre alt und von einer südafrikanischen Fluglinie gekauft worden, berichtete ein Beamter der zivilen Luftfahrtbehörde CAA am Samstag. Ein Vertreter der Fluglinie beharrte jedoch darauf, dass die Maschine sicher gewesen sei. Dass Flugzeuge gebraucht und alt seien, sei nichts Besonderes, die wenigsten Fluglinien hätten neue Maschinen.

Es habe keine technischen Probleme gegeben, betonte der Bhoja-Mitarbeiter. Für den Absturz macht die Fluglinie das schlechte Wetter verantwortlich. Medienberichten zufolge könnte das Flugzeug von einem Blitz getroffen worden sein. Klarheit sollen die Flugschreiber der Boeing bringen, diese wurden mittlerweile gefunden. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte Innenminister Rehman Malik.

Im Juli 2010 waren in Pakistan 152 Menschen beim Absturz eines Passagierjets der Linie Airblue getötet worden. Das Flugzeug war während eines Sturms gegen einen Hügel oberhalb der Hauptstadt geprallt. Auch ein Österreicher befand sich unter den Opfern (siehe Infobox).

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