Mo, 11. Dezember 2017

Ursache geklärt

20.04.2012 15:30

Chemikalien lösten Brand in Betrieb für Galvanisierung aus

Die Reaktion zweier chemischer Flüssigkeiten dürfte in der Nacht auf Freitag zu einem Großbrand in einem Galvanisierungsbetrieb im Wiener Bezirk Floridsdorf geführt haben. Durch eine Stichflamme wurde dabei die Decke in Brand gesetzt. Warum die Stoffe miteinander in Kontakt geraten waren, ist noch unklar.

Um 20.30 Uhr waren die Florianis zum Einsatz in der Lohnergasse gerufen worden: "Mitarbeiter der Firma haben plötzlich Flammen gesehen und daraufhin die Feuerwehr alarmiert", sagte Branddirektor Gerald Hillinger.

Bei Alarmstufe 3 rückten daraufhin 90 Mann mit drei Großtanklöschfahrzeugen, das Umweltmessfahrzeug samt Chemikern sowie die Wiener Rettung mit dem gesamten Katastrophenzug zum Einsatzort aus. Als die Männer beim Betrieb eintrafen, hatten sich die 15 Mitarbeiter bereits selbst in Sicherheit gebracht, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden
Der Brand war im Bereich der Säurebäder ausgebrochen. Um eine Umweltgefährdung auszuschließen, wurden mehrere Becken teilweise abgepumpt. "Der Erstangriff mit Atemschutz dauerte dann rund eine Stunde", erklärte Feuerwehroffizier Christian Feiler. Von innen und außen bekämpften die Florianis die Flammen, nach zweieinhalb Stunden konnte "Brand aus" gegeben werden - endgültig beendet war der Einsatz erst um 5.41 Uhr.

Laut der Firmenhomepage konzentriert sich der Betrieb beim Galvanisieren auf Schicht- und Werkstoffkombinationen für sogenannte Triboschichten und Schichten mit elektrischen Eigenschaften. Demnach arbeiten auf acht Trommel- und Gestellanlagen rund 90 Mitarbeiter.

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