Do, 14. Dezember 2017

'Etwas sehr Schönes'

19.04.2012 12:26

Fischer rechtfertigt Lebkuchen-Patzer mit 'guten Zwecken'

Nachdem sich Bundespräsident Heinz Fischer am Samstag - wie berichtet - einen Schnitzer geleistet und der Freiwilligen Feuerwehr Mürzsteg einen Lebkuchen als Geschenk überreicht hat, den er selbst erst kurz zuvor als Präsent bekommen hatte, wandte sich nun eine Sprecherin des Staatsoberhauptes schriftlich an die "Krone". Jedoch: Anstatt den Patzer schlicht zuzugeben, wird der "gute Zweck" der Aktion hervorgehoben.

So sei laut Präsidentensprecherin Astrid Salmhofer "klargestellt worden, dass der Bundespräsident Lebensmittelgeschenke in der Regel nicht zum Eigenbedarf verwendet und sich auch nicht 'anfüttern' lässt, sondern für wohltätige Zwecke oder an Blaulichtorganisationen weitergibt".

Zudem habe man dadurch "die Solidarität und Zusammenarbeit der steirischen Musikkapelle Bad Mitterndorf (von dort kommt das Lebkuchen-Geschenk, Anm.) mit dem aus Graz stammenden Bundespräsidenten und der steirischen Freiwilligen Feuerwehr Mürzsteg eindeutig demonstriert", stellte Salmhofer fest. Und drittens wurde so die Musikkappelle Bad Mitterndorf "einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht" - und die Freiwillige Feuerwehr Mürzsteg habe es "erstmals in der Geschichte auf die Titelseite der Kronen Zeitung geschafft".

Fischer: "Haben leckeren Lebkuchen verdient"
Auch der Bundespräsident höchstselbst äußerte sich zu der peinlichen Causa und meinte im ORF, dass da "etwas sehr Schönes" passiert sei. Der Lebkuchen sei ein Geschenk der Musikkapelle Bad Mitterndorf an ihn gewesen. Er habe sich sehr gefreut. "Dann bin ich nach Mürzsteg gekommen", so Fischer weiter, er habe gesehen, wie die Feuerwehr gerade eine Übung gemacht habe.

"Ich hab' mir spontan gedacht: Jetzt hab' ich grad einen guten Lebkuchen gekriegt, den haben sich diese tapferen Feuerwehrleute sicher verdient. Die haben sich gefreut. Und ich habe mich auch gefreut über steirische Solidarität von Mitterndorf über die Hofburg bis nach Mürzsteg. Und wir waren alle glücklich", ergänzte Fischer.

In der Berichterstattung sah sich der Bundespräsident "falsch verstanden". Außerdem bekräftigte Fischer: "Die Leute haben gesehen: Ich lasse mich nicht anfüttern - im wahrsten Sinne des Wortes."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden