Di, 12. Dezember 2017

Für Ex-Schiri Övrebö

18.04.2012 14:04

Mourinho dient als Fallbeispiel in Psychoseminaren

Der norwegische Schiedsrichter Tom Henning Övrebö erhält auch drei Jahre nach dem von ihm geleiteten Champions-League-Halbfinale zwischen Chelsea und Barcelona Morddrohungen aus England. Er hält heute Seminare als Psychologe ab und nutzt dabei Star-Trainer Jose Mourinho als Lehrbeispiel. "Manchmal benutze ich seine Worte in Vorträgen, um zu zeigen, dass Worte nur Worte sind und einen nicht wirklich verletzen können", sagte der Norweger der "Times".

"Mourinho könnte mich den größten Idioten überhaupt nennen, es wäre mir völlig egal", meinte Övrebö kurz vor dem Spiel der Mannschaften von Chelsea und Barcelona, die am Mittwoch erneut im Champions-League-Halbfinale aufeinander treffen.

Von Mourinho wüst beschimpft
Der inzwischen bei Real Madrid tätige Portugiese hatte Övrebö nach der Partie 2009 heftig beschimpft, als der Norweger den Engländern bis zu vier mögliche Elfmeter verweigert hatte und Chelsea ausgeschieden war. Auch die Bilder, als der damalige deutsche Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack und Didier Drogba wild mit den Armen fuchtelnd um den Schiedsrichter umhersprangen, gingen um die Welt (siehe Bild 2 und 3).

Immer noch Morddrohungen
Noch heute werde er deshalb regelmäßig bedroht, sagte der Skandinavier, der im Mai 2010 seine internationale Schiri-Karriere beendet hat. "Erst kürzlich habe ich wieder Morddrohungen bekommen. Aber die fliegen sofort in den Mülleimer. Ich nehme das nicht ernst", meinte er und fügte hinzu: "Ich wundere mich nur über die Menschen. Einer hat mir gemailt, er wolle mich und meine Familie umbringen. Das ist etwas heftig für etwas, was bei einem Fußballspiel passiert ist. Das Lustige war, dass er sich auf das Champions-League-Finale vor vier Jahren bezog. Das sagt vielleicht etwas über seine Intelligenz aus."

Jenes Spiel in Moskau, das Chelsea im Elfmeterschießen gegen Manchester United verlor, hatte der Norweger nämlich gar nicht geleitet, sondern der Slowake Lubos Michel.

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