Fr, 15. Dezember 2017

Anti-Glatze-Therapie

18.04.2012 12:42

Mäusen wachsen durch Stammzellen wieder Haare

Hoffnungsschimmer für unfreiwillige Glatzköpfe: Japanischen Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, Mäusen mithilfe einer Stammzellenbehandlung neue Haare wachsen zu lassen. Dazu seien den Nagern durch Stammzellen gewonnene Haarfollikel eingepflanzt worden, berichteten die Forscher um Professor Takashi Tsuji am Mittwoch.

Bei den Tieren sprossen daraufhin nicht nur Haare, es gab auch einen regelmäßigen Nachwachszyklus, wenn alte Haare ausfielen. Angesichts dieser Ergebnisse zeigten sich die Forscher optimistisch, in absehbarer Zeit auch Menschen helfen zu können.

Anti-Glatzen-Therapie in zehn Jahren?
Allerdings müssen diese sich noch etwas gedulden: Klinische Studien mit Menschen könnten in drei bis fünf Jahren stattfinden, sagte der Wissenschaftler Koh-ei Toyoshima. Eine wirkliche Anti-Glatzen-Behandlung könnte vielleicht innerhalb von zehn Jahren auf dem Markt sein, wie es in der im Online-Wissenschaftsmagazin "Nature Communications" veröffentlichten Studie heißt.

Haarfollikel schrumpfen immer mehr
Haarausfall trifft acht von zehn Männern. Bei ihnen schrumpfen – erblich bedingt – die Haarfollikel mit der Zeit zu Miniaturausgaben ihrer selbst und produzieren in der Folge nur noch ein extrem kleines, dünnes Haar, das kaum sichtbar ist. Außerdem verkürzt sich zeitgleich die normalerweise mehrere Jahre dauernde Wachstumsphase der Follikel auf nur noch wenige Wochen.

Hormon Dihydrotestosteron als Übeltäter
Schuld am frühen Haarverlust bei Männern ist übrigens das sogenannte Dihydrotestosteron (kurz: DHT), die biologisch aktivste Form des männlichen Geschlechtshormons. Es bewirkt, dass bei genetisch bedingter Empfindlichkeit der Haarwurzeln die Follikel am Oberkopf durch DHT geschädigt und geschwächt werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden