Mo, 11. Dezember 2017

"Netzwerk enttarnt"

18.04.2012 10:54

Iran hält 15 Männer wegen "Spionage für Israel" fest

Der Iran hält nach eigenen Angaben derzeit 15 Menschen wegen des Verdachts der Spionage für Israel fest. Die Männer würden einem "zionistischen Sabotage- und Terrornetzwerk" angehören, hieß es am Dienstagabend aus Teheran. Ziel der Gruppe sei es gewesen, die Ermordung eines iranischen "Experten" vorzubereiten und Anlagen in die Luft zu sprengen. Der Iran hat bereits mehrere Atomexperten durch Mordanschläge verloren, für die das Regime Israel verantwortlich macht.

Bereits vergangene Woche hatte Teheran die Enttarnung eines israelischen "Terrornetzwerks" verkündet. An mehreren Orten im Land sei "eines der größten Sabotage- und Terrornetzwerke des zionistischen Regimes" ausgehoben worden, hieß es. Bei der Aktion sei "eine Gruppe von kriminellen Terroristen und Söldnern" festgenommen worden.

Den Angaben zufolge fanden die Behörden sowohl in iranischen Grenzregionen als auch im Landesinnern "Bomben, Maschinengewehre, Pistolen und militärische Kommunikationsmittel". Im Zuge der Operation seien "brisante Informationen" ans Licht gekommen, wonach Israel "diplomatische Missionen in westlichen Staaten" genutzt habe, um die Aktivitäten der Gruppe zu unterstützen.

Mossad-"Spionagestützpunkt" entdeckt?
Wie das iranische Geheimdienstministerium am Dienstag weiter erklärte, sei mittlerweile zudem ein "Spionagestützpunkt" des israelischen Geheimdiensts Mossad in einem Nachbarland entdeckt worden. Um welches Land es sich dabei handelt, wurde nicht mitgeteilt. Der Iran beschuldigt neben Israel vor allem Großbritannien und die USA der Spionage und berichtete schon öfters über Festnahmen, für die es jedoch nie unabhängige Belege gab.

Spekulationen über Militärangriff Israels
Mehrere westliche Länder verdächtigen Teheran, am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Sowohl Präsident Mahmoud Ahmadinejad als auch das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei (im Bild auf einem Plakat bei einer Militärparade in Teheran), bestreiten dies und pochen auf das Recht ihres Landes zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Zuletzt hatte sich der Konflikt weiter zugespitzt: Israel, das sich durch einen atomar bewaffneten Iran in seiner Existenz bedroht sieht, zieht einen Militärangriff gegen die iranischen Atomanlagen in Erwägung.

Die USA gelten als unentschlossen bezüglich eines Präventivschlages gegen den Iran. In israelischen Medien wird immer wieder darüber spekuliert, die Regierung von Premier Benjamin Netanyahu werde versuchen, Washington in einen Krieg gegen den Iran hineinzuziehen.

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