Di, 12. Dezember 2017

Theorie aus Zürich

18.04.2012 09:54

Eierlegen war der Anfang vom Ende der Dinosaurier

Das Eierlegen war der Anfang vom Ende der Dinosaurier. Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Zürich. Demnach war es möglicherweise der außergewöhnliche Größenunterschied zwischen neu geschlüpften und ausgewachsenen Tieren, der den riesigen Sauriern den Tod brachte. Die Frage, warum die Dinos nach einem Meteoriten-Einschlag ausstarben, die Säugetiere aber überlebten, ist bis heute nicht ganz geklärt.

Ein Dinosaurier musste enorm zunehmen, bis er ausgewachsen war. Eine Dino-Mutter mit einem Gewicht von vier Tonnen sei 2.500 Mal so schwer gewesen wie ihr Neugeschlüpftes - das ist den Forschern zufolge außergewöhnlich. Zum Vergleich: Eine frischgebackene Elefanten-Mama wiege nur etwa 22 Mal so viel wie ihr Baby.

Die Jungtiere der Dinosaurier waren im Verhältnis so winzig, da die Eier (Bild) vergleichsweise klein waren. Die Schale eines riesigen Eis wäre zu dick gewesen - denn ein großes Ei braucht eine dicke Schale. Doch die Jungtiere darin bekommen durch die Schale ihren Sauerstoff - eine zu dicke Schale würde diese Versorgung verhindern.

Art besetzt viele ökologische Nischen
Daher schlüpften die Dino-Babys als Winzlinge. Während ihres Wachstums belegten sie nach Studienangaben dann zahlreiche ökologische Nischen - und verdrängten dabei kleinere Saurierarten. Viele kleine Dino-Arten seien durch die Konkurrenz zu den Kindern der Riesen-Saurier ausgestorben, so ein Team um Marcus Clauss und Daryl Codron von der Universität Zürich, das seine Erkenntnisse dazu jetzt im Fachjournal "Biology Letters" der britischen Royal Society veröffentlichte.

"Nach einer globalen langanhaltenden Katastrophe - wie dem Meteoriten-Einschlag - waren über Tausende von Jahren die Nischen für sehr große Lebewesen zerstört", erklärte Clauss. Der Grund: Viele Pflanzen wuchsen nach solchen Katastrophen nicht mehr - die Nahrungsgrundlage für größere Pflanzenfresser verschwand. Und mit ihnen starb wiederum die Nahrung großer Fleischfresser.

Kleine Dinos verlieren Nischen-Kampf
Kleineren Tiere gelang es nach Auskunft von Clauss dagegen auch unter sehr bescheidenen Verhältnissen zu überleben: Sie fraßen kleine Restmengen von Pflänzchen, Insekten und andere wirbellose Tiere. Da es aber kaum kleine Dinosaurier gab, war deren Nischen-Kampf mit ähnlich großen Säugern schnell verloren. Das sei der Siegeszug der Säugetiere - und das Ende der Saurier gewesen, so die Forscher.

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