So, 22. Oktober 2017

Lokalaugenschein

18.04.2012 09:03

Prügelattacke vor Disco: Verdächtige Gruppe belastet

Bis spät in die Nacht hat am Montag der Lokalaugenschein vor der ehemaligen St. Johanner Diskothek "Fledermaus" gedauert. Jetzt steht fest: Es gibt einen Zeugen, der gesehen haben will, wie drei Türken aus Bischofshofen Andreas M. - damals 18 Jahre alt - verprügelten. Der Lehrling ist seither am rechten Auge blind.

Die "Krone" hat den Fall von Andreas M. im Jänner 2011 ins Rollen gebracht: Vier Monate nach dem Vorfall vom 18. September 2010, bei dem der junge Lehrling 30 Knochenbrüche erlitt und auf einem Auge erblindete. Denn die Polizei-Spitze hielt den brisanten Vorfall geheim. "Nicht für die Presse" stand damals auf den Akten. Doch es bildete sich rasch eine große Community, die Gerechtigkeit für Andreas fordert.

Zeuge, der "Vorfall genau schilderte"
Der jetzt 20 Jahre alte Ex-Kochlehrling bekommt mittlerweile eine Invaliditätspension. Die drei Tatverdächtigen aus Bischofshofen sind aber nach wie vor auf freiem Fuß. "Durch intensive Ermittlungen eines Kriminalisten konnte endlich ein Zeuge gefunden werden, der den Vorfall genau schilderte", so Leonhard Ogris, der Anwalt des Opfers. Er sagt auch: "Die Indizien sprechen eindeutig dafür, dass dieses Trio alleine und ausschließlich für diese Tat verantwortlich ist."

Andreas M. zwischen Fronten geraten
Die Beschuldigten blieben auch am Montag bei ihrer Verantwortung: Ja, es habe eine Auseinandersetzung gegeben, es sei aber nur eine kleine Rangelei gewesen. Doch der jetzt ausgeforschte Zeuge, ein Gast des Lokales, berichtet genau das Gegenteil. Demnach sei das Trio zuerst auf einen Freund von Andreas M. losgegangen. Als M. Eiswürfel aus der Diskothek holte, um die Platzwunden seines Freundes zu versorgen, sei er zwischen die Fronten geraten.

Das Opfer selbst kann sich an nichts erinnern. Mehrere Zeugen bestätigen aber übereinstimmend: Andreas M. habe sich zuvor in der Diskothek völlig unauffällig verhalten und sei auch nicht betrunken gewesen. Andreas M. schwebte auf der Intensivstation des Schwarzacher UKH tagelang in Lebensgefahr. Anwalt Ogris: "Wir glauben fest daran, dass es jetzt endlich zur Anklage kommt."

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