Sa, 16. Dezember 2017

Pjöngjang erbost

17.04.2012 21:25

Nordkorea setzt Pakt über Stopp von Atomtests aus

Nach der Kritik an seinem jüngsten Raketenstart hat Nordkorea unter Machthaber Kim Jong Un (Bild) sein Moratorium für die Urananreicherung sowie die Atomversuche und Tests von Langstreckenraketen aufgehoben. Das Land fühle sich nicht mehr an ein entsprechendes Abkommen mit den USA gebunden, hieß es am Dienstagabend aus Pjöngjang. Außerdem kritisierte das Außenministerium die Verurteilung des Raketenstarts durch den Weltsicherheitsrat.

"Wir weisen entschieden und vollkommen das unvernünftige Verhalten des UN-Sicherheitsrats zurück, das legitime Recht der Volksrepublik Nordkorea auf einen Satellitenstart zu verletzen", wurde das Außenministerium in Pjöngjang von den staatlichen Medien zitiert. Es war die erste formale Reaktion des kommunistischen Landes auf die Erklärung des UN-Sicherheitsrates zum Raketenstart, der am Montag alle Mitglieder - inklusive China und Russland - zugestimmt hatten.

Die Mehrstufenrakete, die Nordkorea am Freitag gestartet hatte, war kurz nach dem Abheben in der Luft explodiert. Nach nordkoreanischen Angaben sollte die Rakete einen Wettersatelliten ins All bringen, womit eigentlich der 100. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung gefeiert werden sollte. Nachbarstaaten und die USA vermuteten jedoch einen militärischen Test für eine Rakete, die mit Atomsprengköpfen bestückt auch die USA erreichen könnte. Die Aktion Nordkoreas verstieß zudem gegen eine Resolution des Sicherheitsrates.

USA setzen Nahrungsmittelhilfe aus
Als Antwort auf den Raketenstart kündigten die USA an, ihre geplante Nahrungsmittelhilfe für Nordkorea zu streichen. Washington hatte die Hilfe Ende Februar versprochen, nachdem Pjöngjang zugesagt hatte, unter anderem seine Urananreicherung im Atomzentrum Yongbyon sowie Atomwaffentests und Tests von Langstreckenraketen auszusetzen.

Der neue Kommandant der US-Streitkräfte im Pazifikraum, Samuel Locklear, sagte am Dienstag vor Journalisten in Südkoreas Hauptstadt Seoul, die USA und ihre Verbündeten wollten sich im Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm auch künftig "alle Optionen" offenhalten - einschließlich militärischer. Es sei jedoch nicht angemessen, sich über künftige militärische Einsätze näher auszulassen.

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