Do, 22. Februar 2018

"Himmlischer" Soul

15.04.2012 22:39

"X-Factor"-Zweite Ferguson startet mit "Heaven" durch

Vier Mal hatte sie sich bei Casting-Shows beworben, war aber nie über die Vorrunde hinausgekommen. Erst 2010 klappte es dann bei "The X-Factor", wo sie schließlich Platz zwei belegte und einen Plattenvertrag erhielt. Jetzt macht sich die Britin daran, in die – zugegeben großen – Fußstapfen ihrer Landsfrauen Duffy, Adele oder Amy Winehouse zu treten. Die Rede ist von Rebecca Ferguson, deren Debüt-Album "Heaven" jetzt auch außerhalb Englands veröffentlicht wurde.

"Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, als das mit der Show passierte. Mit meinem ersten Album wollte ich einen Punkt erreichen, an dem meine Stimme und meine Songs so gut sind, wie sie nur sein können", erzählt die 25-Jährige, deren Bewunderer sich bis vor Kurzem lediglich an ihren "The X-Factor"-Auftritten erfreuen konnten - alleine die Audition mit der ungekünstelte Interpretation des Sam-Cooke-Klassikers "A Change Is Gonna Come" verzeichnete bis dato knapp 4,2 Millionen Zugriffe.

Prominentes Produzenten-Team
Für ihr Erstlingswerk "Heaven", das in ihrer Heimat bereits Ende des vergangenen Jahres auf dem Markt kam, arbeitet die 25-Jährige, die Mutter zweier bereits schulpflichtiger Kinder ist, u.a. mit den Songwritern und Produzenten Eg White (Duffy, Adele, James Morrison), Claude Kelly (Whitney Houston, Christina Aguilera, Jessie J, Kelly Clarkson, Britney Spears) und Fraser T Smith (Kyle Minogue, Cee Lo Green, Keane) zusammen.

"Man schlug mir viele Songs vor, auch Cover-Versionen. Es war nicht einfach, diese abzulehnen und Plattenbosse, die eigentlich genau wissen, was sie tun, damit vor den Kopf zu stoßen, aber ich habe mir gesagt, ich singe meine eigenen Lieder", erzählte die Sängerin, die bei allen zehn Tracks der Platte mitgeschrieben hat, kürzlich in einem Interview. "Und wenn das dann schiefgeht, dann kann ich nur mir die Schuld dafür geben", meinte sie selbstbewusst.

Großartige Stimme, mittelprächtige Songs
Es ist nicht schiefgegangen. Mit den im 1970er-Soul-Pop-Stil gehaltenen Songs trifft Ferguson den Geschmack der Massen, wie die Chartsplatzierungen in Großbritannien zeigen. Vor allem der auch als Single veröffentlichte Opener "Nothing's Real But Love" (siehe Video), sowie "Glitter & Gold", "Fairytale (Let Me Live My Life This Way)" und "Mr. Bright Eyes" überzeugen.

Leider kann rund die Hälfte des Songmaterials, was die Qualität betrifft, nicht mit der tollen Stimme der gebürtigen Liverpoolerin mithalten. Mit ein Grund warum vor allem die zweite Hälfte des Albums immer mehr zu gepflegter Hintergrundberieselung verkommt, die nur noch mit Fergusons Gesang punkten kann.

Fazit: Trotz einiger Schwächen ein durchaus gelungenes Debüt der einstigen "The X-Factor"-Teilnehmerin.

7 von 10 X-Faktoren

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