Di, 12. Dezember 2017

Taliban-Attacken

15.04.2012 14:04

Anschlagsserie erschüttert Afghanistan

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es am Sonntag eine Reihe von Angriffen gegeben. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich in einer Erklärung zu den Attacken im Botschafterviertel und auf das Parlament. Auch in anderen Regionen des Landes kam es zu blutigen Anschlägen.

Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP zufolge waren in der Nähe der US-Botschaft schwere Explosionen und Schüsse zu hören. Die Botschaft löste Alarm aus und forderte ihre Mitarbeiter auf, sich in Sicherheit zu bringen. Ziele der Attacken waren ferner die russische, die britische und die deutsche Botschaft. Österreich hat keine eigene Botschaft in Kabul. Afghanistan wird von der österreichischen Botschaft in Pakistan mitbetreut.

Angriff aufs Parlament
Mehrere Kämpfer versuchten nach offiziellen Angaben, in das Parlament in Kabul einzudringen. Sie wurden demnach aber von Sicherheitskräften überwältigt.

Augenzeugen berichteten, Angreifer hätten das neu erbaute Kabul Star Hotel gestürmt, das angeblich auch in Flammen stand. Es liegt in einem Gebiet, in dem sich eine US-Militärbasis, das UN-Büro und der Präsidentenpalast befinden.

Selbstmordattentäter stürmten Gebäude
In der Provinz Logar südlich von Kabul stürmten Selbstmordattentäter mehrere Regierungsgebäude, darunter das Büro des Provinzgouverneurs, das Polizeihauptquartier sowie eine US-Basis. Diese Gebäude liegen der Provinzregierung zufolge alle nahe beieinander.

Zu einem Zwischenfall kam es auch in Jalalabad: Mehrere Menschen seien verletzt worden, als sich zwei Selbstmordattentäter am Flughafen in die Luft gesprengt hätten, teilte die Polizei mit. Zwei weitere mit Sprengstoff ausgerüstete Angreifer seien durch die Explosionen verletzt und dann festgenommen worden.

In der ebenfalls im Osten Afghanistans gelegenen Stadt Gardes griffen außerdem mehrere Aufständische ein Ausbildungslager der Polizei an. Von einem nahen Gebäude aus feuerten sie mit Maschinengewehren auf die Einrichtung. Zwei Studenten der nahen Universität und zwei weitere Zivilisten wurden verletzt.

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