So, 17. Dezember 2017

Mordserie bei Paris

15.04.2012 13:17

Vier Menschen getötet: 33-Jähriger unter Verdacht

Eine rätselhafte Mordserie im Süden von Paris mit bislang vier Opfern steht möglicherweise vor der Aufklärung: Die französische Polizei nahm am Wochenende einen Verdächtigen fest. Ein von Augenzeugen sehr präzise beschriebenes Flucht-Motorrad habe dabei wertvolle Hinweise gegeben, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums.

Nach Informationen der Zeitung "Le Parisien" handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 33-Jährigen, der als verschlossener Einzelgänger und Waffen-Fan gilt. Er sei beim Verlassen der elterlichen Wohnung in Ris-Orangis festgenommen worden, berichtete das Blatt unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Der Mann, der keinen Führerschein hat, soll auch auf einem Schießstand aufgefallen sein. Ein zweiter Verdächtiger, der ins Visier der Behörden geriet, war als Halter des mittlerweile beschlagnahmten Motorrads registriert. Unklar ist noch, ob und wie er in die Mordserie verstrickt sein könnte.

Vier Menschen seit November niedergeschossen
In dem an Paris grenzenden Departement Essonne waren seit November vier Menschen mit derselben Waffe vom Kaliber 7,65 Millimeter erschossen worden. Die Polizei sucht seit Ostern mit einem Großaufgebot nach dem Täter. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Beziehungen zwischen den Opfern.

Die erste Tat hatte sich am 27. November vergangenen Jahres ereignet. Eine 35-jährige Laborangestellte wurde auf dem Parkplatz ihres Hauses in Juvisy-sur-Orge erschossen. Ihr Ex-Freund stellte sich kurz danach der Polizei, zog ein Geständnis aber wieder zurück. Am 22. Februar wurde ein 52-jähriger Nachbar der jungen Frau auf dem Parkplatz desselben Gebäudes erschossen.

Am 17. März wurde in Ris-Orangis ein 81-Jähriger ebenfalls im Eingangsbereich seines Hauses durch einen Kopfschuss getötet. Kurz vor Ostern starb schließlich eine 47-jährige Mutter, die vor ihrem Haus in Grigny mit drei Kugeln niedergeschossen wurde.

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