Do, 14. Dezember 2017

Schwieriger Einsatz

13.04.2012 11:56

Grazer Feuerwehr löscht Brand in Krematorium

Feuer in einem Krematorium ist ja nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches – dass die Grazer Feuerwehr am Donnerstagabend trotzdem zu einem Brandeinsatz in eine solche Einrichtung in der Alten Poststraße beim Zentralfriedhof hat ausrücken müssen, ist daran gelegen, dass durch Überhitzung in der Filteranlage ein (ungewolltes) Feuer ausgebrochen war.

Beim Eintreffen der Florianis in der Grazer Feuerhalle war die Temperatur im Bereich des Aktivkohlefilters im Abgassystem eines Verbrennungsofens bereits auf "ungewöhnlich hohe 300 Grad Celsius" gestiegen – bei steigender Tendenz. Da der Krematoriumsbetreiber bereits zuvor die Anlage außer Betrieb gesetzt hatte und somit keine zusätzliche Energie zugeführt wurde, stand rasch fest, dass es zu einem Brand im Filtersystem gekommen war.

Gefahr für Florianis durch Verpuffung
Laut der Einsatzleitung sei "aufgrund der stetig steigenden Temperaturen rasches Handeln notwendig gewesen, eine Kühlung des Filterbehälters von außen war aufgrund der sehr dicken Außenisolierung nicht möglich". Die Öffnung eines sogenannten Revisionsdeckels hätte zwar einen guten Zugang zu den Filtern ermöglicht, doch bestand so die Gefahr einer unkontrollierbaren Sauerstoffzufuhr sowie einer Verpuffung.

Löschen von unten über Entleerungsöffnung
"Die Einsatzkräfte hätten auf dem schmalen Zugang in etwa drei Meter Höhe keine geeignete Rückzugsmöglichkeit gehabt", hieß es seitens der Feuerwehr. Das Löschen wurde deshalb unter Atemschutz von unten über eine Entleerungsöffnung vorgenommen. Zuerst wurde der glühende Aktivkohlestaub vorsichtig in ein mit Wasser gefülltes Fass geleert, danach der Brand von unten mittels eines Sprühstrahls bekämpft.

Nachdem "Brand aus" gegeben werden konnte, saugten die Feuerwehrmänner mittels Nasssauger das stark mit Schlacke verschmutzte Löschwasser ab. Der Betrieb des ersten Ofens des Krematoriums muss bis auf Weiteres eingestellt werden. Bei dem Einsatz – vier Fahrzeuge, 17 Mann – blieben alle Beteiligten unverletzt.

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