Mo, 18. Dezember 2017

Heigl ist Miss Plum

18.04.2012 10:28

Ex-"Grey"-Ärztin jagt Verbrecher: "Einmal ist keinmal"

"Einmal ist keinmal", denkt sich Stephanie Plum und verwandelt sich schnurstracks von der Unterwäsche-Verkäuferin in eine Kautionsdetektivin. Die unkonventionelle Verbrecherjägerin aus der Bestsellerreihe der US-Autorin Janet Evanovich erfreut sich bei Krimifans auf der ganzen Welt großer Beliebtheit. Nun kommt die Filmversion des ersten Plum-Romans ("Einmal ist keinmal", im Original: "One for the Money") in unsere Kinos (Start: 20. April) - mit "Grey's Anatomy"-Star Katherine Heigl in der Hauptrolle.

Stephanie Plum (Heigl) ist jung, hübsch, selbstbewusst - und total pleite. Die meisten Möbel ihrer Wohnung hat sie bereits verkauft, das Auto wurde gepfändet. Ihre überfürsorglichen Eltern vermitteln Stephanie einen Job bei Vinnie, ihrem Vetter und Inhaber einer Kautionsagentur. Der braucht dringend Ersatz für einen erkrankten Detektiv. Stephanie ist alles andere als begeistert - bis sie hört, wie viel Geld auf sie wartet: 50.000 Dollar!

Obwohl die süße und naive Mittdreißigerin nicht die geringste Ahnung hat, was man als Kopfgeldjägerin machen muss, stürzt sich Stephanie voller Eifer und top motiviert in ihren ersten Fall. Und tappt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Zu allem Überfluss entpuppt sich jener Mann, auf den sie angesetzt ist, auch noch als ihre einstige Jugendliebe Joe Morelli (Jason O'Mara).

Die beiden kennen sich seit Kindertagen und eigentlich hatte sich Stephanie geschworen, für den Rest ihres Lebens die Finger von ihm zu lassen - schließlich hatte Joe sie einst böse abserviert. Doch wie viel sind gute Vorsätze schon wert, wenn eine fette Provision lockt?

Bereits 18 Plum-Romane
"Stephanie Plum schlittert mit so viel Anmut durch ihr eigenes Leben, als wäre sie die Heldin einer Slapstick-Komödie", sagt Autorin Evanovich über ihre Romanheldin. "Sie ist die Frau, die wir alle sein möchten." 1994 erblickte Plum im Bestseller "Einmal ist keinmal" das Licht der Buchwelt, seitdem hat Janet Evanovichs beliebte Heldin aus New Jersey in mittlerweile 18 Romanen knifflige Kriminalfälle gelöst und Gangster dingfest gemacht.

Dass Ex-"Grey"-Ärztin Katherine Heigl, die in den vergangenen Jahren in romantischen Komödien ("Beim ersten Mal", "Die nackte Wahrheit", "27 Dresses") überzeugte, ihre Heldin zum Leinwand-Leben erweckt, daran hätte Evanovich nie gedacht: "Jetzt zu erleben, dass 'Einmal ist keinmal' verfilmt wird, ist irgendwie erschreckend. Aber es ist auch aufregend, wunderbar, sagenhaft. Ich liebe diesen Film."

Film floppte in den USA
Kritiker und Kinofans in den USA sehen das anders. "Einmal ist keinmal" floppte nach dem US-Start Ende Jänner und musste durchweg negative Kritik einstecken. Auch hierzulande wird sich die Begeisterung über den Film - vorsichtig ausgedrückt - in Grenzen halten. Regisseurin Julie Anne Robinson serviert uns eine lieblos zusammengemischte Melange aus Komödie und Thriller, mittendrin Katherine Heigl, die - höchst unglaubwürdig - mal süß-naiv lächelt und im nächsten Moment zur Waffe greift.

Den Drehbuchautorinnen Stacy Sherman, Karen Ray und Liz Brixius ist es gründlich misslungen, den Kriminalroman für das Kino zu adaptieren. Die Aneinanderreihung von halblustigen Hoppalas der Kopfgeldjägerin, pseudo-romantischen Flirts und schwachen Thriller-Momenten mag für einen TV-Film ausreichend sein, für die große Leinwand aber sicher nicht. Undenkbar, dass auf die erste Plum-Verfilmung weitere folgen - denn: "Einmal ist keinmal", und die Produzenten sollten es bei der einmaligen Kino-Adaption belassen.

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