Di, 12. Dezember 2017

Nach Cup-Blamage

12.04.2012 15:19

Sturm setzt Foda vor die Tür, Kristl Interimstrainer

Franco Foda ist nicht mehr Trainer von Sturm Graz. Der noch regierende Meister stellte seinen bisherigen Chefcoach nach dem blamablen Aus im Cup-Viertelfinale gegen Hartberg mit sofortiger Wirkung frei. Der nunmehrige Ex-Coach selbst nahm's nach außen hin gelassen: "So ist das Geschäft." Als Interimscoach fungiert bis Saisonende der bisherige Co-Trainer und Foda-Landsmann Thomas Kristl. Ihm zur Seite stehen Amateure-Betreuer Dietmar Pegam und dessen Assistent Günther Neukirchner.

Bei der Vorstellung des neuen sportlichen Geschäftsführers Paul Gludovatz war Fodas Abgang noch mit keinem Wort thematisiert worden. Lediglich, dass er sich selbst auf die Trainerbank setzen könnte, schloss Gludovatz definitiv aus. Zudem hatte der Rieder Ex-Coach betont, mit Foda "Gespräche in bestem Einvernehmen" geführt zu haben.

Abgang seit Mattersburg klar?
Dass Meistermacher Foda - von dem aktuelle Aufsichtsratsmitglieder noch vor wenigen Tagen bekannten, dass man in Vergangenheit ohne ihn völlig aufgeschmissen gewesen wäre - nun bei vielen Verantwortlichen in der Führung keinen Stein mehr im Brett hat, war immer deutlicher zu spüren. Am Donnerstag ging seine Ära nach knapp sechs Jahren vorzeitig zu Ende - was Insider schon nach dem Sieg in Mattersburg geahnt hatten.

"Das muss ich akzeptieren"
Foda (Porträt in der Infobox) erklärte, Gludovatz und sein wirtschaftliches Pendant Christopher Houben hätten ihm in einem Gespräch in der Geschäftsstelle gegen 13 Uhr von den Absichten des Vereins informiert. Der Klub habe eine einvernehmliche Vertragsauflösung angestrebt. "Dieser habe ich aber nicht zugestimmt", meinte Foda, woraufhin die Beurlaubung erfolgt sei.

"Die beiden haben mir erklärt, sie seien nur Überbringer der Botschaft. Es handle sich um einen Auftrag von Präsident Christian Jauk." So sei das Fußballgeschäft, meinte Foda: "Das muss ich akzeptieren und respektieren. Ich wollte meinen Vertrag bis Ende Mai erfüllen. Ich wünsche der Mannschaft alles Gute. Ein Europacup-Platz ist weiter in Reichweite."

Triumvirat übernimmt Sturm bis Saisonende
Kristl, Pegam und Neukirchner übernehmen interimistisch ab sofort das Ruder. "Ich betone, dass es sich um eine interimistische Lösung handelt, die auf die laufende Suche nach einem Trainer für die Zukunft keinen Einfluss hat", erklärte Gludovatz.

Kristl hat nun die Aufgabe, mit einem Heimsieg gegen Tabellenführer Salzburg am Samstag die Chancen auf einen internationalen Startplatz am Leben zu erhalten. "Wir müssen das Cup-Aus so schnell wie möglich aus den Köpfen der Spieler raus bekommen", so der 48-Jährige. "Es ist sicher ein Vorteil, dass wir am Samstag schon das nächste Spiel und die Gelegenheit haben, die Partie gegen Hartberg teilweise vergessen zu machen. Es ist schwierig, aber das Ziel internationaler Startplatz werden wir keinesfalls aus den Augen verlieren.

Gludovatz: "Beste Entscheidung getroffen"
Gludovatz gab sich am Donnerstag jedenfalls von der Lösung überzeugt. "In der momentanen Situation sind wir sicher, die beste Entscheidung getroffen zu haben. Mit drei Punkten Rückstand auf Platz drei, punktegleich mit dem Vierten, sind wir noch voll im Rennen um einen internationalen Startplatz." Bisher keine Stellungnahme gab es von Klubchef Jauk, der in der Vergangenheit nicht unbedingt als Befürworter Fodas aufgetreten war.

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