Fr, 15. Dezember 2017

Positive Unfallbilanz

12.04.2012 11:10

2011: Historischer Tiefstand bei den Verkehrstoten

In Österreich gibt es immer weniger Tote im Straßenverkehr. 521 Menschen kamen im Vorjahr ums Leben, das sind um 31 weniger als 2010. Allerdings trübte die gestiegene Zahl der getöteten Kinder und Radfahrer die im Vergleich zu den Jahren zuvor positive Unfallbilanz.

"Es handelt sich um die beste Statistik seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1950", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Die Anzahl der getöteten Auto-Lenker sowie -Insassen war im Jahr 2011 mit 282 so gering wie noch nie. Im Vergleich zu 2010 (288) gab es im Vorjahr einen Rückgang um knapp zwei Prozent.

Der ÖAMTC führt dies auf verbesserte Fahrzeugtechnik zurück, immer mehr Autos würden über Fahrerassistenzsysteme verfügen. "Diese tragen maßgeblich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei", so Seidenberger.

Mehr tote Kinder und Radfahrer
Insgesamt kamen im Jahr 2011 allerdings 13 Kinder im Straßenverkehr ums Leben - im Jahr zuvor waren es noch zehn. Laut ÖAMTC sei die mangelnde Kindersicherungsmoral vieler Eltern schuld an "dieser dramatischen Entwicklung". Ein Anstieg ist auch bei der Zahl der getöteten Radfahrer zu verzeichnen. Kamen 2010 noch 32 Radfahrer ums Leben, gab es im Vorjahr 42 Todesopfer. Knapp 60 Prozent sind dabei durch ihr eigenes Fehlverhalten tödlich verunfallt. Bei den tödlich verunglückten Fußgängern (87) gab es im Vergleich zum Jahr 2010 einen Rückgang um sieben Prozent.

Prinzipiell ist eine Zunahme von durch Unachtsamkeit bzw. Ablenkung verursachten Unfällen festzustellen. Im Vorjahr wurden 13,6 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle durch Ablenkung verursacht. Im Jahr 2010 lag der Wert bei elf Prozent. Besonders auffällig ist der Anstieg der Vorrangverletzungen mit tödlichem Unfallausgang. Im Vorjahr lag der Wert bei 18 Prozent, im Jahr 2010 bei 14 Prozent.

51 Alko-Tote im Vorjahr
Der Anteil der durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursachten Unfälle lag 2011 bei 30 Prozent, im Jahr zuvor waren es 36 Prozent. Von den insgesamt 523 Verkehrstoten waren 51 Opfer von Alko-Unfällen, 2010 waren es 33. "Der Anstieg der tödlichen Alkoholunfälle ist sehr bedauerlich. Hier besteht definitiv noch weiterer Informationsbedarf", mahnt ÖAMTC-Expertin Seidenberger.

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