Mo, 23. April 2018

Cup-Viertelfinale

11.04.2012 21:37

Sturm stolpert über Hartberg, Austria und Salzburg weiter

Sturm Graz hat sich am Mittwochabend im Cup-Viertelfinale bis auf die Knochen blamiert und ist gegen Hartberg aus dem Bewerb geflogen. Der Meister der tipp3-Bundesliga musste gegen das Erste-Liga-Schlusslicht zunächst in die Verlängerung und verlor schließlich 2:4. Salzburg und die Austria sind hingegen weiter. Während die "Bullen" vor nur 1.500 Zuschauern ihre eigenen Juniors mit 4:1 auf die Hörner nahmen, mühten sich die Wiener bei Austria Lustenau zu einem glanzlosen 2:1-Sieg. Ried hatte mit einem 3:2-Erfolg bei Grödig bereits am Dienstag den Aufstieg fixiert.

TSV Hartberg - Sturm Graz 4:2
Sturm bestimmte zunächst ohne zu überzeugen das Geschehen auf dem Rasen, ging mit den eigenen Chancen aber fahrlässig um. Drei hochkarätige Möglichkeiten auf die Führung vergab der Meister in der ersten halben Stunde durch Dudic (12.), Szabics (27.) und Bodul (29.). Die Hartberger verwerteten dagegen ihre erste große Chance. Prietl zog aus 20 Metern ab, sein Schuss wurde unhaltbar für Torhüter Gratzei abgefälscht (33.).

Nachdem Kainz zunächst noch an TSV-Torhüter Jürgen Rindler gescheitert war (37.), gelang dem Mittelfeldspieler unmittelbar vor der Pause der Ausgleich. Nach einer herrlichen Kombination über Bodul und Wolf schoss Kainz überlegt von der Strafraumgrenze ein (45.). Doch Sturm brachte das Remis nicht in die Halbzeit. Vom Anpfiff weg ging Hartberg in den Angriff über, den Rakowitz frei stehend vom 16er ins lange Eck erfolgreich abschloss (45.). Die Sturm-Fans quittierten den Pausenrückstand mit einem kräftigen Pfeifkonzert.

Sturm-Trainer Franco Foda reagierte. Er brachte Dominic Pürcher für den schwachen Milan Dudic (46.) und in der 53. Minute Rubin Okotie für Matthias Koch. Doch die Fehlerquote im Spiel des Meisters blieb unverändert hoch. Hartberg verteidigte geschickt, nützte die Sturm-Fehler aus und war im Konter stets gefährlich. Dennoch gelang Sturm der neuerliche Ausgleich: Nach Vorarbeit von Okotie war wieder Kainz zur Stelle und ließ Rindler zum zweiten Mal keine Chance (69.).

Sturm bekam das Spiel trotzdem nicht in den Griff, Hartberg hatte sogar die besseren Chancen. Adilovic (75.) und Rakowitz (76.) fanden aber in Gratzei ihren Meister. In der 86. Minute schwächte sich Sturm zudem selbst, als der zweifache Torschütze Kainz wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine musste. Zu diesem Zeitpunkt drückten die Sturm-Fans bereits ihren Unmut mit einem Transparent aus: "11 Hydranten raus, 11 Löwen rein".

In der Verlängerung hatten beide Teams ihre Chancen, mit einem kräftigen Plus für Hartberg. Der eingewechselte Andreas Dober brachte den Ball selbst im leeren Tor nicht unter (101.). Mit seinem Vorstoß, den Gratzei nur per Foul stoppen konnte, war er dennoch einer der Matchwinner. Sturm spielte zu diesem Zeitpunkt nur noch mit neun Mann, da Pürcher mit einer Schulterverletzung nicht mehr weiterspielen konnte (108.) und das Austauschkontingent schon erschöpft war.

Die Entscheidung fiel in der 113. Minute, als Torhüter Christian Gratzei im Strafraum Andreas Dober foulte. Schiedsrichter Muckenhammer entschied auf Elfmeter, den Lukas Mössner souverän verwertete. In der Schlussminute fixierte Ismaili nach optimaler Vorarbeit von Gremsl den Endstand und den ersten Sieg von Neo-Trainer Walter Hörmann, dem ehemaligen Sportchef von Sturm.

Red Bull Salzburg - Red Bull Juniors 4:1
Der Bundesliga-Tabellenführer holte gegen seinen kleinen Bruder aus der Regionalliga West durch Tore von Jonathan Soriano (44., 81.), Ibrahim Sekagya (74.) und Georg Teigl (77.) einen 4:1-Sieg. Daniel Krenn (37.) hatte die Juniors nicht unverdient in Führung gebracht.

In der Anfangsphase waren Soriano und Co. feldüberlegen, was sich mit Fortdauer der ersten Hälfte aber änderte. Die Juniors trauten sich ab der 25. Minute mehr zu, waren frischer und vor allem lauf- und zweikampfstärker. Ein Drehschuss von Krenn landete zwar noch genau bei Eddie Gustafsson (34.), drei Minuten später war die Juniors-Solospitze dann aber erfolgreich. Ein 18-Meter-Weitschuss des 19-Jährigen wurde von Douglas unhaltbar abgefälscht (37.). Die Profis schlugen aber noch vor der Pause zurück. Heimann konnte einen Zarate-Schuss kurz abwehren, gegen den Abstauber von Soriano war der Schlussmann aber machtlos (44.).

Nach dem Seitenwechsel wurde der Unterschied zwischen dem Bundes- und dem Regionalligisten aber doch augenscheinlich. Nur die fehlende Effizienz von Teigl (55.), Soriano (57.), Zarate (58./Latte) und Cziommer (63.) verhinderte vorerst den Führungstreffer des Favoriten. Moniz reagierte mit der Einwechslung von Jantscher und Leonardo und in der Schlussphase münzten die "großen Bullen" ihre Überlegenheit auch noch in die nötigen Tore um.

Austria Lustenau - Austria Wien 1:2
Der Wiener setzten sich in Lustenau mit einem schmeichelhaften 2:1 durch. Der Zweitligist hatte deutlich mehr vom Spiel. Die Tore durch Tomas Jun (8.) und Manuel Ortlechner (45.) bzw. Jan Zwischenbrugger (65.) fielen allesamt nach Standardsituationen. Austria-Trainer Ivica Vastic ließ Roland Linz zu Beginn erneut auf der Bank. Der Ex-Kapitän kam erst zur Pause für den unauffälligen Roman Kienast.

Die Vorarlberger wurden von Jun kalt erwischt. Mally spielte nach einem Corner für den Tschechen auf, dessen abgefälschter Schuss ins Tor kullerte. Mit der Führung im Rücken ließen sich die Wiener noch weiter zurückdrängen, schossen aber auch den zweiten Treffer. Ortlechner war nach einem Liendl-Eckball kurz vor der Pause per Kopf zur Stelle.

Dabei diktierte Lustenau das Spiel, echte Torszenen waren aber Mangelware. Der Anschlusstreffer gelang ebenfalls erst aus einer Standardsituation. Zwischenbrugger traf nach Freistoßflanke von Sascha Boller per Kopf. Die Austria musste bis in die Schlussphase zittern. Ein Volley von Boya wurde neben das Tor gelenkt (74.), einen Schuss von Boller aufs kurze Eck parierte Austria-Torhüter Heinz Lindner (79.). Der Schlussmann war noch der beste Austrianer. Bei einem Kopfballversuch von Christoph Stückler, der größten Chance, wäre aber auch Lindner chancenlos gewesen (88.).

Die Auslosung fürs Halbfinale erfolgt am Sonntagabend. Gespielt wird am 1. und 2. Mai, das Finale folgt am 20. Mai.

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