Mi, 13. Dezember 2017

"Cacak-Connection"

11.04.2012 09:08

Juwelier-Überfälle: Räuber in Serbien angeschossen

Der von der österreichischen Polizei per internationalem Haftbefehl gesuchte Serbe Nikola B. ist Anfang März bei einer Schießerei in der zentralserbischen Stadt Cacak verletzt worden. Dem 23-Jährigen und seinem 29-jährigen Komplizen Mihajlo M. wird vorgeworfen, an Überfällen auf Juweliere in Salzburg und Wien beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Männer werden der "Cacak-Connection" zugeordnet.

Nach Angaben der serbischen Tageszeitung "Blic" dürfte zwischen Nikola B. und einem gewissen Stanko R. am 7. März ein Streit um die Aufteilung der Beute von früheren Raubzügen und Diebstählen eskaliert sein. Stanko R. zückte daraufhin eine Waffe und schoss auf Nikola B., der dabei leichte Blessuren erlitt. Stanko R. wurde zwei Tage nach der Tat in U-Haft genommen. Beiden Männer gelten als polizeibekannt.

Gegen Nikola B. liegt ein internationaler Haftbefehl vor, nachdem sich der Verdacht erhärtete, dass der Mann gemeinsam mit seinem Komplizen Überfälle auf die Juweliere "Karner" in Salzburg (24. Jänner 2011), "kornmesser" in der Wiener Innenstadt (18. Jänner 2012) (siehe Infobox), "Haasmann" in Salzburg (1. Februar 2012) und "Thurzu" in Wien-Neubau (3. Februar 2012) verübt hatte.

Warten für österreichische Ermittler
Die Chance auf eine Auslieferung des 23-Jährigen ist allerdings gering, denn Serbien liefert - wie Österreich - eigene Staatsbürger nicht an andere Staaten aus. Für Nikola B. könnten daher erst die Handschellen klicken, wenn er wieder nach Österreich einreist - solange heißt es für die österreichischen Ermittler abwarten.

Die "Cacak-Connection" hat ihren Namen daher, weil die beiden Verdächtigen Nikola B. und Mihajlo M. aus der zentralserbischen Stadt Cacak stammen. Es handelt sich um die achtgrößte Stadt Serbiens, sie liegt etwa 100 Kilometer südlich von Belgrad.

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