So, 17. Dezember 2017

ÖFB-Cup

10.04.2012 20:16

Ried zittert sich gegen Grödig ins Halbfinale

Ried ist der erfolgreichen Titelverteidigung im ÖFB-Cup einen weiteren Schritt näher gerückt. Die Oberösterreicher feierten am Dienstag auswärts gegen den Erste-Liga-Klub SV Grödig einen 3:2-Zittersieg und zogen als erstes Team ins Halbfinale ein. Robert Zulj (73.) und Marco Meilinger mit seinem zweiten Treffer (77./zuvor 11.) sorgten in der Schlussphase für die Wende. Diego Viana (30.) und Lukas Schubert (42.) hatten die Salzburger zwischenzeitlich in Führung geschossen.

Von einem Klasseunterschied war in der Untersberg-Arena von Beginn an nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil drückten die Salzburger, die im Achtelfinale Wacker Innsbruck ausgeschaltet hatten, von Beginn an aufs Tempo. Vor allem Viana und Thomas Salamon pressten der ersten Hälfte ihren Stempel auf. Schon nach wenigen Sekunden ging ein Parapatits-Abschluss am Tor vorbei. Ried-Goalie Thomas Gebauer hatte im Duell mit Viana Probleme (6.), hielt einen Schuss des Grödig-Stürmers gleich darauf aber sicher (10.).

Gegen den Spielverlauf ging der Bundesligist in Führung. Nach schönem Doppelpass mit Hadzic vollendete Meilinger (in der Mitte des Bildes) durch die Beine von Grödig-Tormann Schranz mit links zum 1:0 (11.). Das blieb allerdings die einzige nennenswerte Aktion der Oberösterreicher vor der Pause. Der Titelverteidiger schien die ganze Sache etwas auf die leichte Schulter zu nehmen, machte nichts fürs Spiel und wurde völlig zurecht bestraft.

Viana trifft per Kopf
Nach einem Salamon-Eckball war Viana per Kopf zur Stelle (30.). Der Ex-Wiener-Neustadt-Angreifer hatte bei seiner vierten guten Aktion somit sein Visier richtig eingestellt, kurz zuvor hatte er noch vom Sechzehner etwas stümperhaft drübergeschossen (20.). Der Führungstreffer der Salzburger resultierte wieder aus einem ruhenden Ball und Salamon leistete erneut den Assist. Nach Freistoß des Mittelfeldspielers konnte Gebauer zwar noch einen Viana-Kopfball abwehren, gegen den Abstauber von Schubert war der Deutsche aber machtlos (42.). Doppelt bitter für die Rieder: Karner und Hadzic mussten noch vor der Pause verletzungsbedingt ausgetauscht werden.

Nach dem Seitenwechsel wachten die Gäste endlich auf, übernahmen die Initiative und wurden in der Schlussphase auch noch vor einer Blamage bewahrt. Zuerst glich der kurz zuvor eingewechselte Zulj mit einem Volleyschuss aus (74.), drei Minuten später traf Meilinger mit einem wuchtigen Linksschuss ins lange Eck (77.). Beide Male sorgte "Joker" Stefan Lexa für die Vorarbeit.

Grödig in der zweiten Hälfte im Pech
Die über weite Strecken besseren und ab der 78. Minute numerisch unterlegenen Grödiger hatten großes Pech: Die Latte verhinderte bei einem Cabrera-Kopfball die 3:1-Führung (68.), zudem blieb ein Reifeltshammer-Handspiel im Strafraum in der Nachspielzeit von Schiedsrichter Dominik Ouschan ungeahndet.

Am Mittwoch kommt es noch zu den Duellen Austria Lustenau - Austria Wien, Sturm Graz - Hartberg sowie Red Bull Salzburg gegen das eigene Amateurteam. Das Halbfinale wird am Sonntag ausgelost, Spieltermine sind der 1. und 2. Mai.

Hütter wird Grödig-Trainer
Wie am Rande des Spiels bekannt wurde, wird Adi Hütter ab der kommenden Saison den SV Grödig trainieren. Die Grödiger präsentieren Hütter am Mittwochnachmittag offiziell. Hütter, der am vergangenen Freitag als Altach-Trainer entlassen wurde, wird einen Zweijahresvertrag erhalten. Die restliche Saison wird Grödig mit Trainer Heimo Pfeifenberger bestreiten.

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