Mi, 22. November 2017

Ursache unklar

09.04.2012 12:21

16-Jähriger bei Wohnhausbrand in Salzburg getötet

Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in der Salzburger Gemeinde Henndorf am Wallersee ist am Ostermontag ein 16-jähriger Bursche ums Leben gekommen. Die Eltern, die noch versucht hatten, ihren Sohn zu retten, wurden mit leichten Verletzungen ins Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. Wie es zu dem Feuer, das in der Wohnung des Teenagers ausgebrochen war, kommen konnte, ist noch nicht geklärt.

Die Tragödie nahm um 5 Uhr ihren Anfang. Der Vater des 16-Jährigen bemerkte den Brand, verständigte die Feuerwehr und versuchte, seinen Sohn zu retten. "Der Mann wohnte mit seiner Frau im Erdgeschoß und wollte noch in das zweite Obergeschoß laufen, um seinen Sohn zu alarmieren. Dieser wohnte dort in einer kleinen Mansardenwohnung mit zwei Zimmern", schilderte ein Feuerwehrmann. Doch so weit schaffte es der Vater nicht mehr. Dichter Rauch schlug ihm entgegen. Als er an einer Hand sogar leichte Verbrennungen erlitt, musste der knapp über 50-Jährige aufgeben und rannte schließlich wie seine Ehefrau ins Freie.

Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, "stand die Mansardenwohnung bereits in Vollbrand", schilderte Einsatzleiter Simon Leitner, der Ortsfeuerwehrkommandant von Henndorf. Vorerst gab es noch Hoffnung, dass der Sohn sich gar nicht in dem Haus aufhielt, sondern noch unterwegs war. Doch diese Hoffnung sollte sich nicht erfüllen.

"Leiche lag unter dem Brandschutt"
180 Feuerwehrleute aus Henndorf, Seekirchen, Neumarkt und Straßwalchen führten die äußerst schwierigen Löscharbeiten durch. "Die Mansardenwohnung war komplett aus Holz gebaut, es hat schnell gebrannt", sagte Einsatzleiter Leitner. "Wir sind auch mit Motorsägen und dergleichen von der Nachbarwohnung aus von der vorderen in die hintere Wohnung durchgebrochen, wir haben das Feuer umfassend angegriffen."

Doch alle Bemühungen, den Burschen lebend herauszuholen, waren vergeblich. Der 16-Jährige wurde von Feuerwehrleuten, die schließlich mit schwerem Atemschutzgerät in das Obergeschoß vordringen konnten, nur mehr tot geborgen. "Die Leiche lag unter dem Brandschutt, aber nicht im Bettbereich", erklärte ein Feuerwehrmann. Eine Obduktion soll die Todesursache klären. Zudem soll ein DNA-Abgleich gemacht werden. "Erst dann ist die Identität des Toten bestätigt", sagte Polizeisprecherin Irene Stauffer.

Feuer im Zimmer des Sohnes ausgebrochen
Zwei Brandermittler des Landeskriminalamtes Salzburg wurden nach Henndorf beordert, um die Ursache des Feuers zu klären. Auch ein Brandmittelspürhund wurde beigezogen. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", so die Polizeisprecherin, auch der genaue Ablauf des Abends soll festgestellt werden. Der Teenager soll in der Nacht auf Montag unterwegs gewesen sein.

Fest steht bereits, dass das Feuer im Bereich des Bettes des Sohnes ausgebrochen war. "Alle objektiven Zündquellen werden jetzt untersucht", so Stauffer. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes kümmert sich um die Betreuung der geschockten Angehörigen.

Das Haus konnte nur zum Teil gerettet werden. Das erste Obergeschoß, wo eine Tante des 16-Jährigen wohnte, ist abbruchreif.

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