Mi, 13. Dezember 2017

Osterfeiern in Rom

08.04.2012 12:58

Papst Benedikt erteilte Segen "Urbi et Orbi"

Papst Benedikt XVI. hat am Ostersonntag von der Mittelloggia des Petersdoms aus den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") erteilt. Rund 100.000 Gläubige verfolgten bei schönem, aber eher kühlem Frühlingswetter die Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom. Vor dem Segen hatte Benedikt XVI. die Ostermesse geleitet.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche wandte sich nach der Ostermesse vor allem den brennenden Problemen in Syrien und in Afrika zu. "Die Hoffnung muss in dieser Welt unweigerlich mit der Härte des Bösen rechnen", warnte der Papst.

Er rief unter anderem zu einer Überwindung des Konflikts in Syrien auf. Das "Blutvergießen" müsse ein Ende finden, forderte der Papst. "Unverzüglich" sollten die Konfliktbeteiligten "den Weg der Achtung, des Dialogs und der Versöhnung" beschreiten. Die vielen syrischen Flüchtlinge bräuchten humanitäre Hilfe, Aufnahme und Solidarität, um ihre schmerzlichen Leiden zu mindern.

Papst spricht Christen Mut und Hoffnung zu
Das irakische Volk ermunterte der Papst, sich mit allen Kräften um Entwicklung und Stabilität zu bemühen. "Im Heiligen Land mögen Israelis und Palästinenser mutig den Friedensprozess wieder aufnehmen", sagte er weiter. Benedikt sprach den Christen Mut und Hoffnung zu, die wegen ihres Glaubens "unter Diskriminierung und Verfolgung zu leiden haben".

Versöhnung wünschte Benedikt den leidenden Bevölkerungen am Horn von Afrika. "Dem Staat Mali, der einen politisch heiklen Moment erlebt, schenke der glorreiche Christus Frieden und Stabilität", sagte der Pontifex. In dem westafrikanischen Land hatten Militärs geputscht, worauf Tuareg-Rebellen den Norden unter ihre Kontrolle brachten und einen eigenen Staat ausriefen.

"Nigeria war in letzter Zeit Schauplatz blutiger terroristischer Überfälle", klagte Benedikt weiter. Er wünschte dem westafrikanischen Land die notwendigen Energien, "um den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft wieder aufzunehmen, die die Religionsfreiheit respektiert". Am Sonntag hatte es im Norden des Landes erneut einen Anschlag auf eine Kirche gegeben, bei dem laut Rettungskräften mindestens 20 Menschen getötet wurden.

Osterwünsche in 65 Sprachen verlesen
Der Papst verlas zudem in 65 Sprachen Osterwünsche, die von Fernseh- und Radiosendern weltweit übertragen wurden. Auf Deutsch sagte er: "Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest! Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit Euch."

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