So, 17. Dezember 2017

Nach 14 Stunden

08.04.2012 11:52

Tourengeher in Tirol aus Gletscherspalte geborgen

Rund 14 Stunden hat ein Skitourengeher aus Ungarn in einer Gletscherspalte ausharren müssen. Der Urlauber war am Samstag in der Osttiroler Venedigergruppe rund zehn Meter tief in die Spalte gestürzt. Bergrettern gelang es gegen 4 Uhr früh am Ostersonntag, den leicht verletzten Mann zu bergen. Weil ein Hubschraubereinsatz unmöglich war, wurde der Verunglückte in einem Akja zu einer Schutzhütte gebracht (Bilder).

Der Urlauber war mit einem Bekannten am 3.657 Meter hohen Großvenediger unterwegs. Bei der Abfahrt brach der Mann gegen 14 Uhr in 3.430 Metern Höhe ein. Der Begleiter konnte nicht helfen, denn unglücklicherweise trug ausgerechnet der Verunglückte selbst das Bergeseil der Gruppe bei sich. Der Freund des Gestürzten konnte anschließend nur mit allergrößter Mühe einem Weg in Richtung Tal finden.

"Es herrschten furchtbare Wetterbedingungen"
"Eigentlich wollte er zur Kürsingerhütte in Salzburg, raus kam er allerdings auf der Johanneshütte. Es herrschten furchtbare Wetterbedingungen. Deshalb brauchte er fünf Stunden", informierte Peter Ladstätter, Chef der Osttiroler Bergretter. Schließlich alarmierte der Urlauber von einer Berghütte aus die Rettungskräfte, die gegen 3 Uhr früh bei schlechten Witterungsbedingungen die Unglücksstelle erreichten.

Bergung unter widrigen Wetterverhältnissen
Der mit einem Biwaksack ausgerüstete Verunglückte aus Budapest sei ansprechbar gewesen und habe sich mit seinen Rettern während der Bergung verständigen können, hieß es von der Alpinpolizei. In den Morgenstunden des Ostersonntag war die Gruppe mit dem Mann ins Defereggerhaus unterwegs.

Der Ungar erlitt lediglich Prellungen und Unterkühlungen. Nach dem Aufwärmen konnte er mit seinen Rettern selbstständig bis zur Johanneshütte abfahren, wo sein Freund auf ihn wartete. Ein Hubschrauberflug war auch von dort wegen schlechter Wetterverhältnisse unmöglich.

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