Di, 12. Dezember 2017

Generationentreff

07.04.2012 22:21

"Naruto" kann vom österlichen Frieden nur träumen

Ob im Fernsehen, im Kino, auf Spielkarten oder der Konsole: Wo "Naruto" draufsteht, ist Action drin. Wer es nicht glaubt, kann sich im jüngsten Videospiel-Ableger der erfolgreichen Anime-Serie selbst davon überzeugen: "Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations" bietet nebst sperrigem Titel nämlich vor allem kompromisslose Beat'em-up-Kost.

"Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations" erzählt einmal mehr vom Wunsch des jungen Naruto Uzumaki, der oberste Ninja seines Dorfes zu werden. Damit es für den Fan dennoch nicht langweilig wird, beleuchtet Entwickler CyberConnect2 den Werdegang Narutos aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Story-Modus trägt seinen Titel dabei zu Recht, denn im Gegensatz zu anderen Genre-Vertretern, in denen die jeweiligen Hintergrundgeschichten der einzelnen Kämpfer gerne in kurzen, wenig aussagekräftigen Zwischensequenzen zusammengefasst werden, bieten hier über 60 Minuten neuer Anime-Sequenzen tiefere Einblicke in das Leben der mehr als 70 spielbaren Charaktere.

Eine durchaus beträchtliche Zahl, allerdings unterscheiden sich viele der aus der Anime-Serie bekannten Figuren mit Ausnahme der Optik nur geringfügig voneinander. Hinzu kommt, dass sie erst nach und nach freigespielt werden müssen, und das erweist sich zum Teil als deutlich schwerer als angenommen. Die bunte Cel-Shading-Optik täuscht nämlich darüber hinweg, dass es sich bei "Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations" um ein ziemlich geradliniges und kompromissloses Beat'em-Up handelt, bei dem simples Knöpfchen-Gedrücke in der Regel nicht zum Ziel führt.

Leicht zu lernen, schwer zu meistern
Das wiederum bedeutet allerdings nicht, dass der jüngste Naruto-Spross kompliziert zu bedienen wäre. Im Gegenteil: Wo manch anderes Beat'em-Up seitenweise Tastenkombinations-Möglichkeiten auflistet, gibt sich "Generations" vergleichsweise übersichtlich. Nur wenige Angriffe – allen voran jene, die vom sogenannten Chakra Gebrauch machen - gilt es zu beherrschen, diese dafür jedoch perfekt und vor allem zur rechten Zeit.

Stößt man beim Kampf in den weitläufigen, aber etwas nüchtern gestalteten Arenen an seine Grenzen, kann allerdings wie gehabt auf bestimmte Items zur Wiederherstellung der Gesundheit zurückgegriffen oder nach dem dritten Fehlschlag auf Anraten des Spiels auch einfach der Schwierigkeitsgrad gedrosselt werden. Einsteigern ist ohnehin ein Umweg übers Tutorial zu empfehlen, denn das Spiel selbst hält sich nicht an Erklärungen auf und kommt stattdessen gleich zur Sache.

Dass sämtliche Adventure-Elemente und die Möglichkeit, die Spielwelt frei zu erkunden - wie es etwa noch in "Naruto: Rise of a Ninja" der Fall war (siehe Infobox) -, dem Rotstift zum Opfer fielen, mag man je nach eigener Vorliebe positiv sehen oder nicht. Geblieben ist jedoch die liebevolle Aufmachung, die neben den erläuternden Story-Sequenzen vor allem in den teils sehr imposanten Kämpfen zum Vorschein kommt (siehe Video oben). Die auf Wunsch optional verfügbare japanische Tonspur verstärkt die Atmosphäre zusätzlich.

Turniere, Endlos-Kämpfe und mehr übers Internet
Das gilt natürlich auch für den Multiplayer-Part. Übers Internet können nicht nur Ranglisten- oder Zufalls-Matches mit Spielern in aller Welt ausgetragen werden, sondern auch Turniere mit vier bzw. acht Teilnehmern sowie Endlos-Kämpfe. Ein besonderes Gustostückerl für Fans dürfte das sogenannte "Ninja-Info-Karten-System" sein, welches das Videospiel mit dem optional erhältlichen Sammelkartenspiel zur Serie verknüpft. Durch Codes auf den realen Booster-Karten können dann virtuell etwa Artworks oder Bonus-Fähigkeiten für die Ranglistenkämpfe freigeschalten werden.

Freizuschalten gibt es ohnehin reichlich: Mit den im Kampf gewonnenen Credits können im spieleigenen Shop beispielsweise nebst Items auch Filme oder Bilder der Charaktere gekauft werden. Wofür bestimmte Gegenstände zu gebrauchen sind, ist für den Laien zwar nicht immer auf den ersten oder gar zweiten Blick ersichtlich, aufgrund des umfangreichen Angebots dürfte die Langzeitmotivation aber jedenfalls gesichert sein.

Fazit: "Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations" ist in allererster Linie ein Spiel für Fans, die damit mehr über ihre Lieblingscharaktere der Serie in Erfahrung bringen können und durch die Verknüpfung mit dem Sammelkartenspiel weitere Vorteile genießen. Doch auch wer mit Naruto bislang nichts am Hut hatte, kann und sollte einen Blick riskieren. Zum einen, weil die Geschichte auch ohne Vorkenntnisse ein paar allgemein gültige Weisheiten bereithält. Zum anderen, weil Aufmachung, Spielmechanik und Spielumfang (Online-Modi, Sammel-Items) einfach stimmen und somit ein paar vergnüglichen Beat'em-Up-Stunden nichts mehr im Wege steht.

Plattform: Xbox 360 (getestet), PS3
Publisher: Namco Bandai
krone.at-Wertung: 8/10

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