Sa, 16. Dezember 2017

Fahrer angezeigt

05.04.2012 11:06

43 Lkw-Stunden in drei Tagen: "Brauch' nicht so viel Schlaf"

43 Stunden in nur drei Tagen hat der Fahrer eines Lkws aus Deutschland am Steuer sitzend zugebracht. Bei einer Routinekontrolle bei der Mautstelle St. Michael im Salzburger Lungau auf der Tauernautobahn geriet der 57-jährige Mann am Mittwochabend ins Visier der Polizei. Seine Ausrede: "Ich brauche im Alter nicht so viel Schlaf."

Laut den Aufzeichungen des Fahrtenschreibers war der Lenker insgesamt 80 Stunden unterwegs, bevor er in Österreich aufgehalten wurde - im Zeitraum von 26. März, 8 Uhr, bis 29. März, 16 Uhr. Dabei hielt der 57-Jährige laut Polizei nur wenige Pausen ein, die längste betrug lediglich knapp siebeneinhalb Stunden.

Maximal 90 Stunden in zwei Wochen erlaubt
Laut Gesetz darf die Lenkzeit eines Lkw-Fahrers pro Woche höchstens 56 Stunden betragen, innerhalb von zwei Wochen maximal 90 Stunden. Zudem ist eine tägliche Gesamtruhezeit von mindestens neun Stunden vorgeschrieben.

Doch der 57-Jährige dürfte generell nicht viel von den gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten gehalten haben, denn innerhalb der überprüften 29 Einsatztage stellten die Beamten 18 Übertretungen fest.

"Brauche im Alter nicht mehr so viel Schlaf"
Als Rechtfertigung für sein Vergehen gab der Deutsche an, dass er Geld verdienen müsse und er in seinem Alter nicht mehr so viel Schlaf brauche. Aus dem Verkehr gezogen wurde der 57-Jährige jedoch nicht - er konnte weiterfahren, da er am Kontrolltag die geforderten Ruhezeiten eingehalten hatte. Der Mann wird angezeigt.

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