So, 17. Dezember 2017

Experten beeindruckt

04.04.2012 13:37

Bub (10) tüftelt Griechen-Rettungsplan aus

Ganz schön pfiffig, der Kleine: Als der zehnjährige Jurre aus Holland in den Nachrichten von den Finanzproblemen der Griechen hörte, setzte er sich hin und tüftelte einen Rettungsplan aus. Das Ergebnis weicht von der EU-Lösung ein gutes Stück ab, birgt aber offenbar einige interessante Ansatzpunkte. Eine hochrangige Expertenkommission lobte jetzt den Plan des mittlerweile elfjährigen Burschen und versprach ihm einen Preis.

Eigentlich, so sagt Jurre, ist Schule nicht so sein Ding. Seine Noten sind eher mittelmäßig und abgesehen von Geschichte interessieren ihn die Fächer nicht besonders. Aber wenn die Nachrichten laufen, dann spitzt er stets die Ohren. Und so hörte Jurre auch von der dramatischen Krise der Griechen. Als er dann wenig später in der Zeitung las, dass bald wieder der mit 250.000 Pfund dotierte Wolfson-Wirtschaftspreis vergeben wird, machte es bei ihm klick.

Jurre setzte sich an seinen Schreibtisch und überlegte sich, wie die Griechen ihre Schulden wieder loswerden könnten. Und dann malte er drauflos. Seine Zeichnung samt Erklärung schickte er per Brief an die Jury in England, und die staunte nicht schlecht. Denn immerhin ist der Wolfson-Wirtschaftspreis nach dem Nobelpreis die höchstdotierte Auszeichnung für Wirtschaftsforschung - Einreichungen von Zehnjährigen sind da eher selten.

Maschine tauscht Euros in Drachmen um
"Mein Name ist Jurre Hermans. Ich bin zehn Jahre alt und wohne in den Niederlanden. Und die Euro-Krise macht mir echt Sorgen", beginnt der Dreikäsehoch sein Schreiben, das ihm der Vater ins Englische übersetzte. Und dann erklärt Jurre seinen Plan:

In einem ersten Schritt sollen alle Griechen ihre Euros zur Bank bringen. Dort würde eine riesige Maschine das Geld in die alte Währung Drachme umtauschen. Aus den eingesammelten Euros wird dann "eine Pizza" geformt, von der jeder Gläubiger ein Stück bekommt.

Strafen für griechische Schwindler
Doch Jurre ist nicht dumm. Er weiß, dass die Griechen sich gegen diese Aktion sträuben würden. Deswegen hat der Bub eine Strafe für unehrliche Bürger ersonnen: "Wenn jemand versucht, seine Euros zu verstecken oder in ein anderes Land wie Holland oder Deutschland zu bringen, dann muss er, wenn er entdeckt wird, eine Strafe zahlen. Sie liegt doppelt so hoch wie der Betrag, der verborgen werden sollte."

"Ich hoffe, dass meine Idee Ihnen hilft!"
Jurre hofft, dass auf diese Weise alle Schulden beglichen werden können. "Wenn das Land dann all seine Schulden zurückgezahlt hat, dann dürfen die Griechen wieder in die Euro-Zone zurückkehren. Ich hoffe, dass meine Idee Ihnen hilft", schließt er seine Ausführungen.

Die Jury war von Jurres Plan jedenfalls beeindruckt. Sie meldete sich bei dem Buben, lobte seine Ideen und versprach ihm einen Preis. Zwar nicht die ursprünglich ausgelobten 250.000 Pfund, aber immerhin doch 100 Euro.

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