Mo, 18. Dezember 2017

Tipps für Kids

02.04.2012 17:02

Ministerium schickt "Internet-Cops" in Österreichs Schulen

Jugendliche kennen sich im Internet meist besser aus als ihre Eltern - das heißt aber noch lange nicht, dass sie im Netz auch sicher unterwegs sind. Mit einer neuen Initiative sagt das Innenministerium nun der sich immer mehr ausweitenden Cyber-Kriminalität den Kampf an: "Internet-Cops" sind künftig im Informationsdienst in Österreichs Schulen im Einsatz.

98 Prozent der heimischen 9- bis 16-Jährigen nutzen das Internet zu Hause, 62 Prozent haben ein eigenes Profil in einem sozialen Netzwerk wie etwa Facebook. "Oft geben die Kinder zahlreiche private Daten und Informationen weiter, damit setzen sie sich großen Gefahren aus und sind leichte Beute für Online-Belästigungen oder Mobbing", erklärt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (Bild).

Eigene "Internet-Cops", die in die Schulen kommen, sollen nun künftig für ein sicheres Surfen im Netz sorgen. Nach dem Vorbild eines oberösterreichischen Pilotprojektes sollen 300 Spezialermittler landesweit in den Klassen im Einsatz sein. "Das Internet bietet viele Möglichkeiten, es entstehen aber auch zunehmend Bedrohungen, die neuen Delikte dürfen nicht verniedlicht werden", heißt es auch aus dem Bundeskriminalamt.

Aufklärungsunterricht mit Kurzfilmen
Die Probleme reichen von selbst gedrehten Gewaltvideos, die online verbreitet werden, über gefälschte Bilder oder Einträge in Foren, um andere bloßzustellen und fertigzumachen, bis hin zu Bombenbauanleitungen sowie Kinderpornografie. Anhand von kurzen Filmen vermitteln die Polizisten Gesetzesinformationen und klären über Recht und Unrecht im Netz auf.

"Auch wenn die Attacken nur virtuell stattfinden, haben sie höchst reale Auswirkungen. Es ist völlig inakzeptabel, dass sich die Kriminellen über das Internet mittlerweile auch bis ins Kinderzimmer einschleichen", betont Ministerin Mikl-Leitner.

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