Sa, 16. Dezember 2017

Retter in Uniform

02.04.2012 15:06

Polizisten retten bewusstlosem Kind in Wien das Leben

Völlig aufgelöst und um Hilfe rufend hat sich eine weinende Frau am Sonntagvormittag an den Wiener Polizeinotruf gewandt: Ihr 14 Monate alter Sohn war in Folge eines Fieberschocks bewusstlos geworden. Die verzagten Eltern hatten sich nicht zu helfen gewusst und waren mit der dramatischen Situation völlig überfordert gewesen. Die Beamten halfen sofort.

Ursprünglich waren die Polizisten aufgrund des äußerst kurzen Gesprächs - der Anruf wurde rasch unterbrochen - von einem Randalierer ausgegangen. Erst am Einsatzort in der Stromstraße im Bezirk Brigittenau stellte sich schließlich der wahre Grund für den verzweifelten Anruf der Frau heraus. Als die Beamten die Wohnung betraten, trug der Kindsvater seinen Sohn am Arm, die Atmung hatte bereits vor Minuten ausgesetzt.

Ein Polizist legte den Buben schließlich hin und brachte ihn in stabile Seitenlage. Kurz darauf schnappte Dominik wieder nach Luft. Der alarmierte Notarzt versorgte den Kleinen mit Sauerstoff, da die Sättigung zu diesem Zeitpunkt bereits auf 81 Prozent abgesunken war. Der Bub wurde vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht - er ist wohlauf, so die Polizei am Montag.

"Schaut zunächst furchtbar aus"
Wie Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Roten Kreuzes und Notfallmediziner am Wiener AKH, erklärte, seien Fieberkrämpfe bei Babys und Kleinkindern mit hohem Fieber nicht selten. "Das schaut zunächst furchtbar aus", meinte er. Die Kleinen beginnen zu krampfen, atmen schlecht und laufen blau an.

Wichtig ist, dass man die Kinder zunächst krampfen lässt - am besten dabei hinlegen, damit sie sich nicht verletzten können - und sie dann in die Seitenlage bringt. Der Kopf des Kindes soll dabei leicht überstreckt werden, um die Atemwege freizuhalten. Laut dem Mediziner erholen sich die Betroffenen aber rasch.

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