Mi, 13. Dezember 2017

MegaUpload

02.04.2012 12:49

Unternehmer klagt auf Herausgabe seiner Daten in USA

Weil er seit der Abschaltung der MegaUpload-Server durch das FBI nicht mehr auf seine persönlichen und vor allem legalen Daten zugreifen kann, hat ein Unternehmer in den USA jetzt Klage gegen den Mitte Jänner vom Netz genommenen File-Hoster eingereicht. Er fordert die Herausgabe seiner Daten.

Kyle Goodwin, der im US-Bundesstaat Ohio über Sportveranstaltungen an High Schools berichtet, hatte Videodaten als Backup seiner Festplatte auf den Servern von MegaUpload gespeichert. Als die Festplatte jedoch kaputtging, konnte er nicht mehr auf seine online gesicherten Daten zugreifen, da das FBI zwischenzeitlich den Filehoster vom Netz genommen und dessen Server beschlagnahmt hatte.

Die Aufrechterhaltung seines Geschäftsbetriebs sei nicht mehr möglich gewesen, schreibt die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EEF), die Goodwin vertritt, in ihrer Klageschrift. Goodwin habe einen schweren Verlust für sein Geschäft erlitten, ohne dass ihn eine Schuld treffe, kritisiert Corynne McSherry von der EEF. Die unschuldigen Nutzer des vom Netz genommenen Datentausch-Dienstes verdienten eine Chance, ihre Daten zu retten, bevor diese für immer zerstört würden.

Denn: Der Betrieb und die Wartung der von MegaUpload angemieteten Server kostet deren Betreiber täglich bares Geld. Allein der US-Firma Carpathia, bei der über 1.000 Server angemietet wurden, sollen dadurch pro Tag 9.000 US-Dollar an zusätzlichen Kosten entstehen. Kosten, die MegaUpload aufgrund eingefrorener Konten jedoch nicht bezahlen kann, weshalb die Server nun abgeschaltet werden sollen.

MegaUpload-Gründer Kim Schmitz weist die Schuld von sich. Sein Unternehmen habe über Jahre hinweg Hinweise zu Urheberrechtsverletzungen verfolgt und mehr als 15 Millionen illegale Links entfernt. Für Handlungen Dritter – in diesem Fall des FBI – könne MegaUpload nicht verantwortlich gemacht werden.

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