Mo, 11. Dezember 2017

Horrorszenario

01.04.2012 15:13

Forscher: Japan droht 34 Meter hoher Tsunami

Bis zu 16 Meter hoch waren die Wellen, die Japans Küste nach dem Erdbeben am 11. März 2011 verwüsteten - und den GAU von Fukushima auslösten. Doch es könnte noch viel schlimmer kommen. Denn wenn ein ähnlich starkes Beben den Nankai-Meeresgraben treffen würde, dann wären Wellen von bis zu 34 Metern Höhe die Folge. Dieses Horrorszenario zeichnete jetzt eine Expertenkommission der japanischen Regierung.

Es wäre vor allem die Präfektur Kochi mit ihren fast 800.000 Einwohnern, die laut den Berechnungen von den höchsten der Monsterwellen betroffen wäre. Am schlimmsten dürfte es die von 13.000 Menschen bewohnte Stadt Kuroshio treffen. Die Zahl der zu erwartenden Todesopfer wurde nicht beziffert, dürfte aber enorm sein. Beim Tsunami von 2011 waren 19.294 Menschen ums Leben gekommen (siehe Infobox).

Auch die Küste zwischen Tokio und der Insel Kyushu im Südwesten Japans würde von dem prognostizierten Tsunami schwer verwüstet werden: Mehr als 20 Meter hohe Wellen würden die Region überspülen. In ihrem Bericht überarbeiteten die Experten 2003 aufgestellte Worst-Case-Szenarien, in denen Tsunamiwellen von mehr als 20 Metern Höhe ausgeschlossen worden waren.

Der Bericht lässt auch die Bemühungen zum Schutz vor künftigen Tsunamis in einem kritischen Licht erscheinen. So könnte das derzeit heruntergefahrene Atomkraftwerk Hamaoka in der Präfektur Shizuoka von einem 21 Meter hohen Tsunami getroffen werden - derzeit wird ein Schutzwall von 18 Metern Höhe gebaut.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden