Mi, 13. Dezember 2017

40% höheres Risiko

02.04.2012 08:00

Studie aus Sydney zeigt: Wer viel sitzt, der stirbt früher

Wer viel sitzt, der stirbt früher. Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer Studie der Sydney School of Public Health in Australien, die zeigt, dass bei Menschen, die elf oder mehr Stunden täglich sitzend verbringen, das Risiko, innerhalb der nächsten drei Jahre zu sterben, im Vergleich zu Menschen, die weniger als vier Stunden am Tag sitzen, um 40 Prozent erhöht ist.

Für seine Untersuchung hat ein Team von Wissenschaftlern um Hidde van der Ploeg die Daten einer großen australischen Erhebung analysiert. Für diese waren im bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales mehr als 220.000 Menschen im Alter über 45 Jahren befragt worden, um Erkenntnisse über Auswirkungen des Älterwerdens zu sammeln.

"Unsere Ergebnisse legen nahe, das die Zeitdauer, die Menschen zu Hause, am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr sitzend verbringen, reduziert werden und durch Stehen oder Gehen ersetzt werden soll", schreibt von Van der Ploeg in der Studie, die im Fachmagazin "Archives of Internal Medizin" erschienen ist.

Beinmuskeln zu wenig aktiv
"Wenn man steht oder geht, dann arbeiten die Beinmuskeln permanent und helfen dabei, Blutzucker und Blutfette abzubauen. Wenn man sitzt, dann passiert diesbezüglich gar nichts, weil die Muskeln nicht aktiv sind", sagt Van der Ploeg. Laut ihren Angaben verbringen Erwachsene weltweit durchschnittlich 90 Prozent ihrer Freizeit sitzend und weniger als die Hälfte erfüllt die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, zumindest 150 Minuten pro Woche leichten Sport zu betreiben.

Erst im Herbst vergangenen Jahres hat eine Studie von Forschern an der Universität Wien gezeigt, dass schon leichte bis mäßige körperliche Alltagsaktivitäten das Sterberisiko senkt und dieses durch intensives Ausdauertraining im Ausmaß von fünf Stunden wöchentlich sogar um bis zu 39 Prozent vermindert werden kann (siehe Infobox).

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