Mo, 19. Februar 2018

Im Zentrum Kölns

30.03.2012 01:35

Reste des einstigen Palastes von Roms Statthalter entdeckt

Bei archäologischen Grabungen in Köln sind in nur zwei Meter Tiefe spätantike Bodenfliesen-Reste des einstigen römischen Statthalterpalastes gefunden worden. Sie stammten aus dem 4. Jahrhundert, sagte Projektleiter Sven Schütte am Donnerstag. Das lasse sich so genau festlegen, weil auch Keramikbruch, Ziegelstempel und römischer Estrich gefunden worden seien.

Viel sei leider nicht übrig, weil das Mauerwerk der römischen Säulenhalle nach deren Zerstörung im achten Jahrhundert in den darauffolgenden Epochen für andere Zwecke benutzt worden sei. Dabei musste auch der Fußboden aus Marmor dran glauben – aus ihm ließ man Mörtel brennen. "Was nicht in den Ofen wandert, wandert in die Kirchen zur Dekoration", so Schütte.

Erhalten geblieben sind nur die gewaltigen Fundamente des Praetoriums. Auch von den zahlreichen Statuen sei nur ein einziges Kaiser-Ohr übrig geblieben. Bisher seien etwa vier Quadratmeter freigelegt worden. Der Ansatz der repräsentativen Palastfassade sei aber deutlich zu erkennen. Die Archäologen hoffen auf weitere Funde.

Schon seit Jahren legen die Archäologen auf dem Rathausplatz im unmittelbaren Stadtzentrum von Köln das mittelalterliche Judenviertel frei. Diese sogenannte "Archäologische Zone" (Bild) soll in den nächsten Jahren für über 50 Millionen Euro zu einem unterirdischen Museum ausgebaut werden.

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