Di, 12. Dezember 2017

Unterführungscrash

30.03.2012 13:58

Höhe unterschätzt: Lkw kippt um und verteilt Fleisch

Ein Lkw-Lenker dürfte am Donnerstag im Bezirk Mödling in Niederösterreich die Höhe seines Schwerfahrzeugs falsch eingeschätzt haben: Er prallte auf der B16 in Achau gegen eine Eisenbahnunterführung der Pottendorfer Linie. Der Lastwagen, der Fleischprodukte geladen hatte, kippte um, der Lenker und sein Beifahrer wurden verletzt. Laut ÖBB sollte der Abschnitt eigentlich bis Samstagabend gesperrt bleiben, da die Sanierungsarbeiten aber rascher beendet waren als gedacht, konnte die Strecke Freitagmittag wieder freigegeben werden.

Wie die Ermittlungen ergaben, hatte der Lkw vor dem Crash am Donnerstag die Höhenkontrolle ausgelöst, wodurch die Ampel vor der Unterführung auf Rot umschaltete. Der Lenker, ein 31-jähriger Slowene, dürfte das aber übersehen haben und wollte trotzdem unter der 3,4 Meter hohen Brücke durchfahren, berichtete die Polizei.

Lenker und Beifahrer wurden verletzt
Das Fahrzeug war bei der anschließenden Kollision teilweise aufgerissen worden, ein Teil der Fleischladung landete auf der Straße. Der Lenker und sein Beifahrer - laut "144 - Notruf NÖ" wurde einer von ihnen schwer, der andere leicht verletzt – konnten sich selbst befreien und wurden ins Spital nach Mödling gebracht. Auch ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Einsatz leichte Verletzungen und musste im Krankenhaus versorgt werden.

Zwei Feuerwehren waren mit 27 Mann im Einsatz und zogen den Laster aus der Unterführung. Per Kran wurde das demolierte Fahrzeug schließlich wieder auf die Räder gestellt. Auch die Fleischprodukte, die bei der Bergung teilweise aus dem Lkw gefallen waren (weitere Bilder), mussten von der Straße entfernt und umgeladen werden.

Brücke und Schienenstrang verzogen
Laut Bezirksfeuerwehrkommando Mödling wurde bei dem Unfall eine Eisenbahntraverse von der Brücke abgerissen. Sie wurde mittlerweile notdürftig wieder montiert - die Brücke und der Schienenstrang seien durch den Aufprall aber verzogen.

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