Mi, 13. Dezember 2017

Florianis im Einsatz

27.03.2012 08:57

Feuer in Tiefgarage in Golling - Familien evakuiert

Großeinsatz für die Feuerwehr in Golling im Bundesland Salzburg: In einer 60 Stellplätze großen Tiefgarage unter der Moortal-Siedlung war ein Kleinbus wegen eines technischen Defekts in Brand geraten, dichte Rauchschwaden zogen durch alle Eingänge und Schächte bis in die Wohnungen hinauf. Zwei mutige Frauen und eine 14-Jährige schlugen Alarm und sorgten dafür, dass sich die Nachbarn rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

"Ich saß mit meinem Sohn im Wohnzimmer und half ihm bei den Hausaufgaben. Gegen 14 Uhr hörte ich plötzlich einen Knall, wie bei einer Explosion", erinnert sich Irmgard Schober gegenüber der "Krone". Sie sah nach und entdeckte die Rauchschwaden, die aus der Tiefgarage aufstiegen. "Ich läutete sofort bei allen Nachbarn und sagte ihnen, sie müssen raus", erklärt Schober.

Schülerin lief durchs Stiegenhaus und schrie: "Feuer!"
Die Schülerin Laura K. (14) und ihr Vater sowie Ursula Höllbacher vom nächsten Wohnblock schlugen ebenfalls Alarm. "Ich rannte durchs ganze Stiegenhaus und schrie: 'Feuer, alles raus!'", so Höllbacher.

Mittlerweile waren auch schon die Freiwilligen aus Golling, Scheffau, Kuchl und Oberalm mit 92 Mann zur Stelle. "Unsere Leute halfen zuerst noch beim Evakuieren der 20 Familien aus den Wohnblöcken direkt über dem Brandherd", schildert Kommandant Peter Schluet.

Schwierige Bedingungen für Löschmannschaften
"In der Tiefgarage war es derart verraucht und heiß, dass wir zuerst nur blind Löschwasser hinein spritzten", berichtet Schluet. "Nach ein paar Minuten konnten wir schließlich einen Atemschutz-Trupp hineinlassen. Die Männer suchten nach dem Brandherd und löschten die Flammen binnen Minuten."

Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Großeinsatz verletzt, der Schaden an der Garage und den Wohnungen werde "wohl mehrere Hunderttausend Euro" betragen, so der Gollinger Feuerwehr-Kommandant. "Ich bin vorsichtig mit Superlativen, aber so viel kann ich sagen, unsere Leute haben in dieser Tiefgarage wesentlich mehr riskieren müssen - und letztlich auch Glück gehabt - als bei einem Großbrand im Freien."

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