Di, 20. Februar 2018

Weltraumschrott

24.03.2012 12:57

ISS-Crew kurzzeitig in zwei Sojus-Kapseln evakuiert

Wegen eines herannahenden Stückes Weltraumschrott hat die internationale Raumstation ISS Samstagmorgen vorübergehend evakuiert werden müssen. Weil der Schrott, ein Teil eines russischen Satelliten, am Freitag zu spät bemerkt wurde, um die ISS noch rechtzeitig aus der Bahn schieben zu können, musste die sechsköpfige Crew kurzzeitig Schutz in zwei Sojus-Kapseln suchen.

Mit diesen könnten die Astronauten - zwei Amerikaner, drei Russen und ein Niederländer - in einem Notfall sofort die Reise zurück zur Erde antreten. Es war das dritte Mal in zwölf Jahren, dass Astronauten Schutz vor Weltraumschrott suchen mussten.

Angaben der russischen Raumfahrtbehörde zufolge flogen die Trümmerteile des alten Satelliten letzendlich in einer Entfernung von 14,8 Kilometern an der Außenstation der Menschheit im All vorbei.

Laut NASA-Angaben handelte es sich bei dem Schrottteil um ein Überbleibsel eines Satelliten-Crashs, der sich im Februar 2009 knapp 800 Kilometer über der Erde zugetragen hat. Bei dem Zusammenstoß waren der US-Kommunikationssatellit Iridium-33 und der russische Militärsatellit Kosmos-2251 zerstört worden. Nach der Kollision der 900 bzw. 560 Kilogramm schweren Trabanten bildete sich eine riesige Trümmerwolke, die laut NASA-Schätzungen rund 2.000 Teile enthält.

5.000 ausgediente Satelliten
Laut Angaben der europäischen Weltraumorganisation ESA ziehen über 5.000 ausgediente Satelliten in geostationären Umlaufbahnen ihre Runden um den Erdball (ausführlicher Bericht in der Infobox). Davon sind nur noch etwa 800 in Betrieb. Die restlichen – oder das was von ihnen noch übrig ist – stellen eine nicht unbeträchtliche Gefahr für aktuelle und künftige Weltraummissionen dar.

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