Sa, 25. November 2017

Gegen Fahrerflucht

24.03.2012 11:31

Salzburg: Poller-Kameras in der Kaigasse „scharf“

Weniger Unfälle, keine Fahrerfluchten mehr: Die Videokameras bei den Pollern am Salzburger Michaelitor haben sich ausgezahlt. Seit Freitag ist auch die Technik in der Kaigasse "scharf" gestellt. Die Stadt hofft auf denselben Effekt wie am Mozartplatz. Die nächsten Hydraulikzylinder kommen im Herbst.

64 Mal krachte es in der Kaigasse seit der Installation der Poller am 21. Juni 2010. 15 Mal hauten die Lenker einfach ab. Mit der neu eingebauten Technik, die insgesamt 26.000 Euro kostete, sollen die vielen Flüchtigen nun gefasst werden. Gleich am Freitagnachmittag gab es auch den ersten Schnappschuss in der Kaigasse - ein Schweizer war in die Wegsperre gekracht.

Aktuell neun Prozesse
Am Michaelitor zeichnen die Videokameras bereits seit dem Sommer 2011 die Durchfahrten auf (siehe Infobox). Sobald einer der Poller-Sensoren beschädigt wird, bleiben die Überwachungsbilder gespeichert. Kommt es zum Rechtsstreit, gehen die Aufzeichnungen an das Gericht.

Aktuell sind neun Prozesse anhängig. Vier Klagen - dabei geht es um 30.000 Euro - hat die Stadt selbst eingehoben. Der Grund: Eine Versicherung weigert sich die Schäden zu zahlen. Drei Verfahren gewann die Stadt schon. Poller-Beauftragter Christian Morgner: "Bisher gab es an allen Sperren rund 300 Unfälle. Dem gegenüber steht die Zahl von 1,7 Millionen Durchfahrten." Pro Zusammenstoß entsteht im Durchschnitt ein Schaden von rund 2.500 Euro.

Weitere Poller folgen im Herbst
Die nächsten beiden Hydraulikzylinder werden im Herbst in der Bergstraße und der Priesterhausgasse installiert. Sorgenkind bleibt das Platzl. Dort fahren immer wieder Autos gegen die Einbahn und über alle Sperrlinien in die Linzergasse ein. Poller sollen dort aber nicht installiert werden.

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