Di, 16. Jänner 2018

Bruhaha!

08.06.2005 11:01

Formel für erfolgreiche Sitcoms entwickelt

Sitcoms gehören zu den erfolgreichsten Formaten im Fernsehen – und zu den schlechtesten. Manche sind natürlich grenzgenial und bringen entsprechend hohe Quoten. Wie man statt Müll wirklich lustige Serien produziert, lässt sich jetzt mit einer einfachen Formel ausrechnen.

Britische Wissenschaftler haben die Formel für erfolgreiche Sitcoms ermittelt:

CV = ((R x D + V) x F) + S : A.

 

Wer hat da gesagt, Humor ist Glückssache? Nicht zu berechnen? Nicht jedermanns Sache? Kann ja alles sein, aber einen Versuch ist es wert. Woran soll sich ein Sitcom-Produzent sonst halten? Was er lustig findet, verleitet die Zuschauer vielleicht nur zu einem müden Gähnen. Dann er nur darauf hoffen, dass der müde Glotzer einschläft, bevor er zur Fernbedienung greifen kann. 

Verschiedene Sender haben also die Wissenschaft bemüht, es sollte herausgefunden werden, warum beispielsweise die Comedy-Serie "The Office" exzellente Quoten hatte, "Orrible" und "Babes in the Wood" jedoch floppten.  

Nicht immer ein Spaß: Die Forscher sichteten britische Sitcoms aus zwei Jahrzehnten. Nach zwei Monaten formulierten sie ihre Erfahrungen in oben stehende Formel. 

Was die Formel bedeutet
Man multipliziere den Wiedererkennungswert der Hauptfigur (recocgnisability) mit ihrem Größenwahn (delusion of grandeur). Dazu addiere man den Wortwitz des Drehbuchs (verbal vit) und multipliziere das Ganze mit der Summe der Szenen, in denen jemand hinfällt (fall) oder sich eine Verletzung zuzieht (hat schon bei Dick&Doof funktioniert). Anschließend wird die Status-Differenz (status) zwischen der Figur mit der höchsten gesellschaftlichen Anerkennung und der am wenigsten anerkannten Figur addiert und das Ganze geteilt durch den Erfolg des in der Sendung verfolgten dramaturgischen Konzepts (A). Heraus kommt der komische Wert (comical value = komische Effizienz).

Reiner Unsinn?
Vielleicht. Zwei Controller des Satellitenkanals UKTV Gold, einer der Auftraggeber der Studie, sind überzeugt, dass das quotenmäßig schwer angeschlagene Sitcom-Genre so wieder auf Vordermann zu bringen. 

So teuer, wie solche Studien gemeinhin sind, und so wichtig, wie Sitcom-Quoten sind, sollte die Formel auf jeden Fall eines: sich rechnen.

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