Di, 21. November 2017

Quer durch USA

23.03.2012 12:30

Kurioser Entführungsfall rund um US-Labrador

In den USA wurde nun ein wahrlich bizarrer Fall von Hundeentführung publik: Labrador "Brody" wurde unter kuriosen Umständen von Florida bis nach Maryland verschleppt und konnte schließlich über zweieinhalb Wochen nach der Entführung zu seiner Familie zurückkehren.

Debby Stevens aus Ponte Vedra im US-Bundesstaat Florida ließ ihre beiden Hunde auch schon mal alleine eine Runde am Strand drehen. Eines Tages kehrte ihr Labrador Brody von einem seiner Ausflüge nicht nach Hause zurück. Sofort begann Familie Stevens mit der Suche nach ihrem Hund: In der Nachbarschaft wurden Plakate aufgehängt, doch von Brody keine Spur.

Kuriose Entführung durch die USA
Wenige Tage später meldete sich eine unbekannte Frau telefonisch bei den Stevens. Debby erinnert sich: "Sie sagte, sie wisse wo unser Hund sei." Die Geschichte, die dann folgte, ist fast zu verrückt, um wahr zu sein. Eine Verwandte der Anruferin habe kürzlich mit ihren Kindern Urlaub in Florida gemacht. Beim Spielen am Strand seien sie dem scheinbar herrenlosen Labrador Brody begegnet. "Die Kinder haben ihre Mutter gefragt, ob sie den Hund behalten dürfen - und sie hat zugestimmt", erzählt Debby.

So landete Brody im Auto der Familie, die sich auf den Rückweg nach New York machte. "Ich war entsetzt - aber es kam noch besser", so Debby. Nach mehreren Stunden Fahrt wurde der Wagen der Familie offenbar von der Polizei angehalten. "Man hat die Mutter wegen Fahren unter Alkoholeinfluss festgenommen und die drei Kinder kamen über Nacht in Pflegefamilien. Brody hat man ins örtliche Tierheim gesteckt." Als die Mutter am darauffolgenden Tag aus der Haft entlassen wurde, wurde sie auf tragische Weise getötet - unter noch unklaren Umständen wurde sie von einem Lkw erfasst und kam dabei ums Leben.

Anonyme Anruferin gab entscheidenden Tipp
Die mysteriöse Anruferin schloss ihre Erzählung mit dem Rat, in den Tierheimen in Maryland nach Brody zu suchen. "Ich war sehr dankbar für den Anruf, gleichzeitig habe ich nur gedacht: 'Oh mein Gott, das ist so verrückt, wie konnte das passieren? Und wie konnte diese Familie in nur einem Tag bis nach Maryland kommen?'", erinnert sich Debby. Doch sie zögerte nicht lange, rief ihre drei erwachsenen Söhne an und telefonierte 16 Tierheime in Maryland durch. Ein Tierheim bestätigte schließlich, dass die Polizei ihnen kürzlich einen Labrador gebracht habe, auf den Brodys Beschreibung zutrifft.

Doch wie konnte man den Hund nun schnellstmöglich über die große Entfernung nach Hause bringen? Debby kontaktierte eine Tierschutzgruppe namens "Martha's Mutt Movers", die Hunde aus Tötungen in Tierasyle bringt. Leiterin Martha Chandler stimmte zu, Brodys Familie zu helfen und eine Fahrkette zu organisieren, um ihn schnell wieder nach Florida zu bringen. Doch das Tierheim lehnte ab: Debby müsse persönlich nach Maryland kommen, um ihren Hund zu identifizieren.

Freudiges Wiedersehen mit Brody
"Also bin ich hingeflogen", erzählt Debby. "Elf Tage nachdem unser Hund entführt wurde, bin ich dann endlich in dem Tierheim angekommen. Ich hatte große Angst, dass der Hund dort gar nicht unser Brody ist!" Doch beim ersten Zusammentreffen gab es gar keinen Zweifel: Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten riesig. "Während der gesamten Heimfahrt hat Brody gewedelt", lacht die erleichterte Besitzerin. "Es war eine sehr nervenaufreibende Erfahrung. Aber Brody und wir hatten wirklich riesiges Glück."

Symbolbild

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