Di, 22. Mai 2018

McLaren Favorit

22.03.2012 10:54

Vettel in Malaysia erstmals seit 2010 in der Jäger-Rolle

Erstmals seit seinem ersten WM-Titel im November 2010 befindet sich Sebastian Vettel in der Jäger-Rolle. McLaren scheint das Team zu sein, das es am Wochenende im zweiten Saisonrennen der Formel-1-WM in Malaysia zu schlagen gilt. Jenson Button geht als WM-Leader in den Tropen-Grand-Prix, der ob der Streckencharakteristik mehr Aufschluss über das wahre Kräfteverhältnis in der Königsklasse geben sollte - sofern der große Regen ausbleibt.

Weltmeister Vettel hatte zum Start in Australien mit Platz zwei das Maximum aus seinem Red Bull herausgeholt. In der vergangenen Saison war der Deutsche noch vom ersten bis zum letzten Rennen WM-Spitzenreiter gewesen. Vettel ist aber auch als Verfolger angriffslustig. "Wir sind hungrig und zuversichtlich, dass McLaren nicht mehr lange die Oberhand hat", erklärte der 24-Jährige. "Im Moment haben sie das noch, das müssen wir akzeptieren."

Vettel schiebt McLaren Favoritenrolle zu
Größere Updates sind bei keinem Team zu erwarten, dafür ist Sepang im Gegensatz zum Auftakt in Melbourne kein Straßenkurs. "Diese Rennstrecke ist aussagekräftiger", erhoffte sich Vettel Aufschlüsse über den weiteren WM-Verlauf. Die Favoritenrolle liege aber bei McLaren. "Sie sind überall schnell, sie haben praktisch keine Schwachstellen", meinte der Titelverteidiger, der zuletzt zweimal in Malaysia gewonnen hat. "Sie sind die, die es zu schlagen gilt."

Vettel erhofft sich vor allem im Qualifying eine Verbesserung. Dort sind auch Mercedes und Lotus zu beachten. Durch die langen Geraden kommt das umstrittene Luftschacht-System von Mercedes in Malaysia besonders gut zur Geltung. Rekordweltmeister Michael Schumacher und seinem Teamkollegen Nico Rosberg werden sogar Chancen auf die Pole Position eingeräumt, wenngleich der Rennspeed der Silberpfeile zuletzt enttäuschend gewesen ist.

Button: "Haben ein siegesfähiges Paket"
Das Tempo gibt McLaren vor. "Unsere Konstanz im Rennen war sehr gut", erinnerte Button. "Der Unterschied zu den letzten Jahren ist, dass wir schon zum Saisonstart ein siegfähiges Paket haben. Wir sind bereit für einen starken Kampf." Der Engländer gewann 2009 das Abbruchrennen, Teamkollege Lewis Hamilton dagegen ist der einzige der sechs aktiven Weltmeister, der noch nicht in Sepang gesiegt hat. "Das will ich richtigstellen", erklärte Hamilton.

Vettel triumphierte 2010 und 2011 - und wurde in weiterer Folge jeweils Weltmeister. Ferrari-Star Fernando Alonso (2005 und 2007) und Lotus-Rückkehrer Kimi Räikkönen (2003 und 2008) trugen sich wie Button (2009) und Schumacher (2000, 2001 und 2004) ebenfalls bereits in die Siegerlisten ein. Schumacher hofft, auch im Rennen mehr aus seinem Mercedes herauszuholen. "Wir haben ein viel besseres Auto als letztes Jahr", versicherte der 43-Jährige.

Fast die Hälfte, nämlich sechs, der bisher 13 Grand Prix von Malaysia haben mit Doppelsiegen geendet. Diese sind nur McLaren und eventuell Red Bull zuzutrauen. "Wir gehen sehr optimistisch in dieses Wochenende", versicherte Hamilton, der zum Auftakt vor Button Pole Position geholt hatte. Ein Kupplungsproblem und nicht eigenes Versagen hätten ihn beim Start in Australien die Führung gekostet. "Das stimmt mich positiv", sagte der Ex-Weltmeister.

Alonso will "erneut defensiv fahren"
Ferrari dürfte auch in Sepang nur eine Nebenrolle spielen. Die Italiener befinden sich schon zum Saisonstart in der Krise. "Wir werden erneut defensiv fahren müssen", meinte Alonso. Der Kurs mache keinen Unterschied. "Wir haben dasselbe Auto und dieselben Probleme", erklärte der Spanier, in Melbourne immerhin Fünfter, sichtlich desillusioniert. "Es wird keine großen Überraschungen geben. Wir sind nicht so konkurrenzfähig, wie wir sein wollen."

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