Di, 17. Oktober 2017

"Sniper" von Steyr

20.03.2012 19:20

Verdacht auf Mordversuch: 51-Jähriger in U-Haft

Jetzt schießt die Justiz scharf zurück: Der Heckenschütze von Steyr muss mit einer Anklage wegen Mordversuchs rechnen. Der 51-jährige Arbeitslose hatte - siehe Infobox - betrunken vom Balkon eines Wohnhauses eineinhalb Stunden mit einer nachgebauten Kalaschnikow-Maschinenpistole um sich geschossen und sitzt in U-Haft.

Am Tag danach sieht es im Stiegenhaus der Steyrer Wohnanlage wie nach einem Angriff aus: Blutflecken, Einschusslöcher (siehe Bild rechts), ein Türglas ist zersplittert, überall liegen Mörtelbröckerln. Nachbarin Margarete T. (80) wohnt neben dem "Sniper".

"Eigentlich könnte ich dir auch etwas tun"
Die Pensionistin erzählt: "Ich hab' draußen einen Schuss krachen gehört, dann hat's an meiner Tür gepumpert und er ist mit der Waffe in der Hand dagestanden. Er wollte Zigaretten und ein Feuerzeug, hat gesagt: 'Ich tu dir eh nix, aber den anderen muss ich's zeigen.' Ich hab' dann gleich die Polizei angerufen."

Margarete T. weiter: "Auf einmal ist er wieder dagestanden, hat mich gefragt: 'Hast du vor mir Angst?' Ich hab verneint. Dann hat er gesagt: 'Du bist alt. Eigentlich könnte ich dir auch etwas tun.' Da hab ich ihn mit der Schulter rausgedrängt und zweimal zugesperrt!"

Diensthund erschossen
Nach eineinhalb Stunden nahm die Sondereinheit Cobra den 51-Jährigen fest. Die Beamten hatten Diensthund "Aruso" vorgeschickt. Der dreijährige Belgische Schäferhund biss Josef N. in die linke Hand. Dieser jagte Aruso eine Kugel Kaliber 7,62 - Scharfschützenmunition - in den Körper.

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