Mo, 19. Februar 2018

"Gewalt beenden"

19.03.2012 14:13

UNO-Team reiste nach Syrien, um Frieden zu stiften

Ein Team der Vereinten Nationen ist am Montag im Auftrag des internationalen Syrien-Sondergesandten Kofi Annan nach Syrien gereist. Bei dem Besuch in dem seit einem Jahr von Gewalt zwischen Regierung und Aufständischen betroffenen Land war vor allem die Möglichkeit einer internationalen Beobachtermission und eines Waffenstillstands Thema. Die Kämpfe nahmen bisher allerdings kein Ende.

Am Montag reiste zudem der Präsident des Internationalen Komittees vom Roten Kreuz, Jakob Kellenberger, zu Gesprächen über die humanitäre Situation in Syrien nach Moskau. Dort appellierte er an Russland, seinen Einfluss für einen Waffenstillstand in Syrien geltend zu machen. "Die Lage wird immer schlimmer und erfordert eine schnelle Lösung", sagte Kellenberger bei einem Treffen mit Außenminister Sergej Lawrow.

Dieser lehnte internationale Sanktionen gegen Syrien erneut ab. Die Haltung des Westens werde zwar "realistischer", sie sei aber immer noch ungenügend, kritisierte er. Die Vetomacht Russland will im Weltsicherheitsrat nur eine Syrien-Resolution mittragen, die beide Seiten - Regime und bewaffnete Opposition - zum Gewaltverzicht und zur Aufnahme eines Dialogs aufruft.

Heftige Kämpfe in Damaskus
Unterdessen geht das Blutvergießen weiter: In der Hauptstadt Damaskus kam es in der Nacht auf Montag Medienberichten zufolge zu heftigen Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Einheiten der oppositionellen Freien Syrischen Armee. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera unter Berufung auf Aktivisten meldete, seien im Al-Mezze-Viertel westlich des Stadtzentrums mindestens fünf Explosionen zu hören gewesen.

Eine Aktivistin berichtete dem Sender telefonisch von schweren Schusswechseln und raketenbetriebenen Granaten. Der staatliche Fernsehsender Al-Ikhbariya sprach von vier Todesopfern, ein Oppositioneller dagegen von 80 Toten.

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