Fr, 20. April 2018

Tagwacheeee!

07.06.2005 09:29

8 Uhr Schulbeginn macht schlechte Schüler

Der frühe Schulbeginn raubt Teenagern den Schlaf und macht sie zu schlechteren Schülern. Ursache ist ein biologisch verankerter Tagesrhythmus bei Heranwachsenden, der sie erst im Laufe des Tages zu voller Form auflaufen lässt, wie US-Forscher berichten. Zumindest Schularbeiten sollten ihrer Meinung nach nicht am frühen Morgen geschrieben werden.

Generell brauchen junge Leute zwischen 13 und 22 Jahren mehr Schlaf, im Durchschnitt neun bis zehn Stunden pro Nacht, betont das Team um Margarita Dubocovich von der Northwestern University in Evanston bei Chicago (US-Staat Illinois). Der übliche Schulbeginn gegen 8.00 Uhr koste Teenager jedoch bis zu zwei Stunden Schlaf pro Nacht!

Das Gemeinschaftsprojekt mit der örtlichen High School stützt sich auf Daten von Schülern, die Leistungstests am Computer machten sowie Stimmung und Vitalität über den Tag hinweg in Tagebüchern vermerkten. In den Morgenstunden berichteten die Schüler, müder und weniger aufmerksam zu sein und sich mehr anstrengen zu müssen als am Nachmittag. Auch eine spezielle Tageslicht-Bestrahlung am Morgen änderte daran nichts.

Als mögliche Lösungen schlagen die Forscher vor, den Schulbeginn zu verlegen sowie Prüfungen und Schularbeiten erst später am Tag schreiben zu lassen.

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